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Erste Warnsignale bei Kindern

Wie erkenne ich die Gefahr?

Lange bevor Kinder und Jugendliche süchtig werden, lassen sich bestimmte Warnsignale oder Hinweise erkennen. Diese Warnsignale weisen in vielen Fällen auf seelische Probleme hin. Es ist nicht ganz einfach, diese Zeichen richtig zu deuten. Daher besteht auch wirklich kein Grund, beim ersten Anzeichen einer der hier geschilderten Verhaltensweisen in Panik zu geraten. Die meisten lassen sich irgendwann einmal bei jedem Kind beobachten. Gefahr besteht nur, wenn sie stark und andauernd auftreten.

Nicht selten sind es die Erzieherinnen in den Kindergärten und Kindertagesstätten, die zum ersten Mal ein auffälliges Verhalten an Kindern wahrnehmen. Falls sie eine seelische Störung vermuten, werden sie den Eltern vorschlagen, einen Kinderarzt, Kinderpsychologen oder Kinderpsychiater um Rat zu fragen.

Seelische Störungen können viele Ursachen haben. Die Anzeichen für seelische Probleme können vielerlei bedeuten. Daher sind auch Ärzte und Psychologen in ihren Aussagen eher vorsichtig und zurückhaltend. Falls sie zu einer Behandlung raten, sollte man das auch ernst nehmen.

Anzeichen, die bei kleineren Kindern bis etwa sechs Jahre auf seelische Probleme und ein damit verbundenes erhöhtes Suchtrisiko hinweisen können - aber nicht müssen! - sind:

  • Wenn sie sich auffällig von anderen zurückziehen und absondern und vor allem oder vielem Angst haben.
  • Wenn sie übermäßig zappelig, fahrig und überdreht wirken und sich nicht konzentrieren können.
  • Wenn sie nicht mehr aus ihren Phantasie- und Traumwelten zurück in die Wirklichkeit kommen möchten.
  • Wenn sie gegen andere Kinder ohne vorherigen Anlass gewalttätig werden, Dinge mit Absicht beschädigen, dauernd stören und lärmen, sich nirgends einfügen wollen und können.

Mit dem Eintritt in die Schule verändert sich oft auch das Verhalten der Kinder. Anzeichen für ein möglicherweise vorhandenes Suchtrisiko sind in dieser Altersgruppe z.B.:

  • Wenn sie sich dauernd langweilen, für nichts interessieren, passiv herumhängen und es nicht gelingt, die Kinder für eigene Interessen zu gewinnen.
  • Wenn sie sich nicht entschließen können, aktiv gegen diesen Zustand anzugehen oder ihre Versuche erfolglos bleiben.
  • Wenn sie übertrieben unsicher, unselbständig, stressanfällig und entscheidungsschwach sind und keine Freunde haben.

Nochmals: Solche Anzeichen können ein Hinweis auf ein erhöhtes späteres Suchtrisiko sein. Sie müssen es aber nicht! Inwieweit das zutrifft oder nicht, muss letztlich ein dafür ausgebildeter Arzt oder Psychologe entscheiden.

Was also tun? Auf keinen Fall in Panik geraten. Aber auch nichts unter den Teppich kehren. Wenn Sie das Gefühl haben, mit Ihrem Kind stimmt etwas nicht, sollten Sie Rat suchen.

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