Keine Macht den Drogen - Aktiv gegen Sucht und Gewalt
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Medienabhängigkeit

Bitte informieren Sie sich auch im Infopool über das Thema.

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Dann schreiben Sie uns doch bitte an: info@kmdd.de

Einstieg ins Thema: Was ist Medienabhängigkeit?

Lernziel: Die Schüler/innen sollen kurze freie Assoziationen zum Thema Medienabhängigkeit äußern.

Die Schüler/innen schreiben ihre Handynummern ohne Namen jeweils auf einen Zettel und falten diesen zusammen. Der Lehrer/die Lehrerin sammelt die Zettel ein. Alle Schüler/innen schalten ihre Handys ein. Wer kein Handy dabei hat, darf dem Lehrer/der Lehrerin als Assistent/in zur Seite stehen. Nun wird zufällig eine Nummer gezogen. Der Lehrer/die Lehrerin wählt mit dem Handy die gezogene Nummer und der/die Angerufene steht auf und sagt, was er/sie mit Medienabhängigkeit verbindet. Um Kosten zu sparen, sollten die angerufenen Schüler/innen den Anruf nach dem ersten Klingeln ablehnen. Dann wird die nächste Nummer gezogen, bis mindestens 10 Schüler/innen an der Reihe waren. Die Antworten werden an der Tafel notiert.

Überleitung:
Unter Medienabhängigkeit oder Mediensucht versteht man die Fernsehsucht, die Handysucht und die verschiedenen Formen der Internetsucht, wie z. B. Chatsucht oder Online-Spielsucht. Dabei ist es unter Experten durchaus umstritten, ob man beim exzessiven Medienkonsum wirklich von Sucht sprechen kann, weil es dazu noch zu wenige Studien gibt. Beachten Sie dazu auch die Ausführungen des Psychologen Axel Seifert über "Gestörtes Freizeitverhalten oder Sucht" (PDF). Zahlreiche Medienberichte zeigen jedoch, dass ein gewisses Suchtpotenzial nicht von der Hand zu weisen ist. Zudem sind zahlreiche Symptome genau die gleichen wie bei den stoffgebundenen Süchten.

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Handysucht bzw. SMS-Sucht

Lernziel: Die Schüler/innen hinterfragen ihren Umgang mit dem Handy und lernen Kriterien kennen anhand derer sie sich selbst einschätzen können.

1. SMS-Sketch

Die Schüler/innen sehen sich den SMS-Sketch an und diskutieren danach kurz über Vor- und Nachteile von SMS- (Short Message Service) bzw. MMS-Nachrichten (Multimedia Messaging Service).

Diskussionsanregung:
Was haltet ihr von dem Verhalten, während eines Gesprächs SMS zu schreiben?
Welche Vorteile und Gefahren seht ihr bei Flirt und Partnersuche per SMS?
Würdet ihr auf eine SMS unbekannter Herkunft einfach so antworten? Es könnte sich doch um eine teure Nummer eines professionellen Flirtdienstes handeln.
Welches sind die Vorteile von SMS Nachrichten gegenüber einem Telefongespräch?
Wie findet ihr es, eine Partnerschaft per SMS zu beenden?


2. Kriterien für einen problematischen Umgang mit dem Handy

Die Lehrkraft zeigt die Präsentationsseite 2 (PDF) mit ein paar Aussagen zur Handynutzung, die den Schülern/den Schülerinnen helfen, sich selber einzuschätzen. Auf die meisten trifft wohl das eine oder andere Kriterium zu. Der Lehrer/die Lehrerin sollte darauf hinweisen, dass deshalb nicht gleich Missbrauch oder Sucht vorliegt. Je mehr Kriterien allerdings bejaht werden, umso kritischer ist es, das Verhalten zu bewerten. Alle Schüler/innen bekommen dann die Präsentationsseite als Ausdruck ausgeteilt.

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Internetsucht bzw. Onlinesucht

Lernziel: Die Schüler/innen setzen sich mit verschiedenen Aspekten der sogenannten Internetsucht auseinander und überdenken ihren eigenen Umgang mit dem Internet.

Zwei Schüler/innen halten jeweils ein Kurzreferat von maximal 5 Minuten zu den Themen Chatsucht und Online-Spielsucht. Sie können sich dabei auf einen Artikel oder ein Interview beziehen. Beim Thema Chat sollten auch Online-Communities und das Problem der Privatsphäre zur Sprache kommen. Bei der Online-Spielsucht soll es nicht um die klassische Spielsucht in Online-Casinos oder beim Online-Poker gehen, sondern um die Abhängigkeit von Computerspielen und speziell auch um die Online-Rollenspiele wie z. B. World of Warcraft. Die Schüler/innen sollen möglichst auch aus Internet-Foren ein paar Stimmen von Betroffenen heraussuchen. Die Kurzreferate bieten sich bei diesem Thema besonders an, weil Schüler/innen an der Problematik näher dran sind und manchmal auch Betroffene kennen. Folgende Websites sind für die Recherche geeignet:

www.wikipedia.de
www.webaholic.info
www.onlinesucht.de
www.rollenspielsucht.de

1. Chatsucht

Nach dem Referat zur Chatsucht könnte eine kurze Diskussion über Chancen und Risiken des Chattens folgen:

Diskussionsanregung:

  • Was macht Spaß am Chatten?
  • Aus welchen Gründen wird gechattet?
  • Mit wem chattet ihr? Mit Menschen, die ihr im wirklichen Leben kennt, mit festen Online-Freunden oder lieber mit Unbekannten.
  • Sollte man Chatfreunde auch im „Real Life" treffen?
  • Welche Gefahren und Risiken seht ihr?
  • Gebt ihr eure wirkliche Identität preis?
  • Wie viel Chatten ist noch „normal"?

2. Online-Spielsucht

Nach dem Referat über die Online-Spielsucht sehen sich die Schüler/innen zur Vertiefung und Verdeutlichung den TV-Beitrag „Therapie für Computersüchtige" (Präsentation 3) aus der Sendung heute in europa an. Danach fragt der Lehrer/die Lehrerin die Lerngruppe nach den im Film genannten Kriterien für Computersucht und notiert diese an der Tafel:

  • Exzessive Nutzung
  • Toleranzentwicklung (Dosissteigerung)
  • Schule, Freundschaften, Familie und Arbeit werden vernachlässigt.
  • Die Ernährung leidet.
  • Entzugserscheinungen

 

3. Kriterien für Internetsucht

Die Internetsucht wird nach den Psychologen Hahn und Jerusalem von der Humboldt-Universität anhand von 5 Kriterien definiert. Der Lehrer/die Lehrerin zeigt den Schülern/den Schülerinnen dazu die Präsentationsseite 4 (PDF) und bespricht mit ihnen die Punkte.

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Medienkompetenz

1. Diskussion zwischen Eltern und Kindern über die Computernutzung

Lernziel: Die Schüler/innen setzen sich mit typischen Konfliktsituationen zwischen Eltern und Kindern kritisch auseinander und probieren aus, wie man konstruktiv damit umgehen kann.

Rollenspiel: Der Lehrer/die Lehrerin druckt die Diskussionsanregung (PDF) zum Thema "Computernutzung" aus. Es gibt darauf 4 Problembereiche. Die Klasse wird in 4 Gruppen eingeteilt und jede befasst sich mit einem der Bereiche. Die Gesprächsauszüge dienen nur zur Anregung und Orientierung. Jede Gruppe bereitet eine Eltern-Kind-Diskussion zum Thema vor, die mit einem konstruktiven Kompromiss enden soll. Je zwei Gruppenmitglieder tragen diese dann der Klasse vor. Falls Bedarf besteht, können die Diskussionen anschließend im Plenum besprochen werden.

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2. Regeln zum Umgang mit Computer, Handy und Internet

Lernziel: Die Schüler/innen erarbeiten Regeln für einen sinnvollen Umgang mit Computer, Handy und Internet.

Als Einstimmung sehen sich die Schüler/innen den TV-Spot "Wo ist Klaus?" (Präsentation 5) an. Die Lehrkraft teilt danach an die 4 Gruppen das Arbeitsblatt (PDF) für einen sinnvollen Umgang mit PC, Handy und Internet aus. Jede Gruppe überlegt sich dann bis zu "10 Goldene Regeln" und stellt diese der Klasse vor. Wenn sich die Schüler/innen schwer tun, kann der Lehrer/die Lehrerin mithilfe der Musterlösung (PDF) zum Arbeitsblatt ein paar Tipps geben.

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Ende der Unterrichtseinheit

Der Lehrer/die Lehrerin verteilt jugendgerechtes Informationsmaterial zum Thema. Dieses kann in geringen Mengen (max. 10 Exemplare pro Titel) kostenlos über unseren Online-Shop bestellt werden. Bei größeren Bestellmengen wenden Sie sich bitte an folgenden Institutionen:

  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.bzga.de
  • Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen: www.dhs.de
  • Klicksafe bietet empfehlenswertes Material zum Thema Medienkompetenz: www.klicksafe.de



 

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Unterrichtseinheit Aktion statt Konsum

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