Keine Macht den Drogen - Aktiv gegen Sucht und Gewalt
Keine Macht den Drogen - Aktiv gegen Sucht und Gewalt

Essstörungen

Diese Unterrichtseinheit ist eher für reine Mädchenklassen geeignet, kann aber je nach Einschätzung des Lehrers/der Lehrerin auch in gemischten Klassen durchgeführt werden.
Außerdem sollte man die Lerngruppe gut kennen, um einschätzen zu können, dass niemand dabei ist, der persönlich betroffen ist. Sonst könnten einige der vorgeschlagenen Aufgabenstellungen und Übungen Reaktionen auslösen, die man als Lehrkraft im schulischen Umfeld kaum auffangen kann.

Bitte informieren Sie sich auch im Infopool über das Thema.

Haben Sie Anmerkungen und Vorschläge zu dieser Unterrichtseinheit?
Dann schreiben Sie uns doch bitte an: info@kmdd.de


Einleitend können Sie einen kurzen Film der Beratungsstelle für Essstörungen ANAD zeigen.

Einstieg ins Thema: Ich mag an mir

Lernziel: Die Schüler/innen sollen ihre positiven Eigenschaften reflektieren und den Mut haben, diese zu äußern.

Die Schüler/innen stellen sich im Kreis auf. Der Lehrer/die Lehrerin hat ein Wollknäuel und beginnt: „Ich mag an mir besonders ..." Danach hält die Lehrkraft das Fadenende fest und wirft das Wollknäuel einem Schüler oder einer Schülerin zu. Dieser oder diese nennt ebenfalls eine eigene positive Eigenschaft - jedoch keine schulischen Leistungen- hält den Faden fest und wirft das Wollknäuel weiter. Dieses wird so lange hin und her geworfen, bis alle an der Reihe waren und den Faden in der Hand halten, wodurch eine Art Netz entsteht. Wer das Knäuel zuletzt erhält, sollte zwei Eigenschaften auf einmal nennen. Danach nimmt das Knäuel wieder den gleichen Weg zurück und wird aufgewickelt. Jeder kommt dadurch zweimal dran. Wer das Knäuel wirft, nennt dabei wieder eine Eigenschaft, die er oder sie an sich besonders schätzt.

Auswertung:

  • Ist es leicht oder schwer, über sich selbst positive Aussagen zu machen?
  • Machen die Aussagen den anderen Mut?
  • Betrachtet man sich selbst kritischer als andere Menschen?
  • Diskutiert über den Ausspruch: „Eigenlob stinkt!"?

Plakate über Essstörungen gestalten

1. Vorbereitung

Lernziel: Die Schüler/innen sammeln Informationen zu den unterschiedlichen Arten von Essstörungen.

Der Lehrer/die Lehrerin teilt die Klasse in Gruppen von je 4-5 Schülern ein. Jede Gruppe sammelt zwei Wochen lang im Internet, in Zeitschriften und bei Beratungsstellen Informationen und Materialien (Artikel, Texte, Bilder, Broschüren, Flyer usw.) zu einem der folgenden Themen:

  • Magersucht - Anorexia nervosa
  • Ess-Brech-Sucht - Bulimia nervosa
  • Esssucht - Binge-Eating-Disorder

Für die Internetrecherche sind folgende Seiten zu empfehlen:

www.bzga-essstoerungen.de
www.cinderella-rat-bei-essstoerungen.de
www.anad.de
www.ab-server.de
www.hungrig-online.de

Die Lehrkraft organisiert große Plakatpapiere, Stifte, Kleber und Tonpapier.

2. Gestalten der Plakate

Lernziel: Die Schüler/innen selektieren die gesammelten Informationen und stellen sie informativ und ansprechend auf einem Plakat dar.

Jede Gruppe sichtet zunächst das mitgebrachte Material und erarbeitet daraus mindestens einen Entwurf im DIN-A4 Format: Wie ist die Überschrift? Welche Informationen sollen auf das Plakat? Wie wird das Plakat strukturiert und aufgeteilt? Was wird hervorgehoben? Welches Bild oder welche Bilder möchten wir verwenden? Was können wir selber zeichnen oder malen? Falls mehrere Entwürfe entstehen, wird diskutiert und abgestimmt, welcher umgesetzt werden soll. Dann macht sich die Gruppe an die Umsetzung, wobei die Arbeit so aufgeteilt wird, dass alle etwas zu tun haben.

3. Präsentation der Plakate

Lernziel: Die Schüler/innen präsentieren ihre Plakate und lassen sie begutachten.

Zwei aus jeder Gruppe stellen ihr Plakat gemeinsam vor. Sie erklären dabei kurz, was ihnen daran besonders wichtig ist. Die Lerngruppen können zu jedem Plakat Fragen stellen und Meinungen über Inhalt und Gestaltung äußern.

Fantasiereise: Dick und dünn

Lernziel: Die Schüler/innen stellen sich vor, wie sie sich mit unterschiedlichem Körpergewicht fühlen, wie sie denken und handeln würden. Dadurch soll auch Empathie für die Situation anderer entwickelt werden. .

Bevor die Lehrkraft mit der Fantasiereise beginnt, werden die Schüler/innen auf die Freiwilligkeit hingewiesen. Es muss ein Klima der Ernsthaftigkeit vorhanden sein. Die Schüler/innen sollen überlegen, ob sie sich auf die Fantasiereise (PDF) einlassen möchten. Falls keine allgemeine Akzeptanz besteht, sollte diese Übung besser nicht durchgeführt werden.
Störungen von außen wie Schulgong, Lärm auf dem Schulgang, Handyklingeln usw. können empfindlich stören und müssen möglichst ausgeschlossen werden. Die Lehrkraft liest die Fantasiereise langsam, beruhigend und deutlich vor. Der Lehrer/die Lehrerin muss selber ruhig und entspannt sein, keinen Stress oder Unsicherheit empfinden, da sich dies in der Stimme niederschlägt. Nach jeder vorgelesenen Zeile bitte genug Zeit lassen, damit sich das Traumbild bei den Schülern/den Schülerinnen einstellen kann.

Im Anschluss reden die Schüler/innen in Kleingruppen über ihre Erfahrungen.

Auswertung:

  • Wie ging es mir mit der Fantasiereise?
  • Was habe ich dabei erlebt? Welche Bilder und Assoziationen tauchten auf?
  • Wo lagen die Unterschiede bei Kleidung, eigenem Verhalten, Verhalten der anderen etc. in der Vorstellung dick, dünn und meinem tatsächlichen Umfang?
  • Was habe ich Neues über mich erfahren?
  • Welche Vorstellungen fielen mir leicht und welche schwer?


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Ende der Unterrichtseinheit

Der Lehrer/die Lehrerin verteilt das Arbeitsblatt mit dem Esstyptest (PDF) und die Testauswertung (PDF). Die Lehrkraft stellt vorher klar, dass der Fragebogen zu Hause freiwillig gemacht werden kann, und weist darauf hin, dass nur bei einer offenen und ehrlichen Beantwortung der Fragen ein sinnvolles Ergebnis herauskommt.

Jugendgerechtes Informationsmaterial zum Thema gibt es unter anderem bei folgenden Institutionen:

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