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Mit Kindern über Drogen reden

Sprechen Sie das Thema Drogen frühzeitig an!

Oft wird Alkohol, Nikotin oder Cannabis für Eltern erst dann zum Thema, wenn Jugendliche diese Drogen bereits konsumieren. Sprechen Sie besser frühzeitig darüber. Fragen Sie Ihr Kind nach seiner Einstellung und informieren Sie es altersgemäß.

Suchen Sie eine geeignete Gesprächssituation!

Gehen Sie das Thema möglichst in einer entspannten Atmosphäre an, wenn alle Beteiligten genügend Zeit haben. Günstig wäre ein Aufhänger, etwa ein Bericht aus der Tagespresse oder dem Fernsehen, ein Ereignis in der Schule oder natürlich auch, wenn das Kind von sich aus Fragen stellt.

Machen Sie sich kundig!

Oft wissen Jugendliche besser über Drogen Bescheid als ihre Eltern. Nur wenn Sie selbst gut informiert sind, können Sie mit Ihrem Kind richtig diskutieren, es warnen und Ratschläge geben. Merkt Ihr Kind, dass Sie alles durcheinander bringen oder unhaltbare Horrorszenarien heraufbeschwören, dann wird es Sie nicht ernst nehmen und ist dadurch noch leichter zum Drogenkonsum zu verführen.

Seien Sie freundlich und liebevoll!

Verzichten Sie möglichst auf Vorwürfe, Drohungen und Tadel. Jugendliche lassen sich dadurch keineswegs von Drogen abhalten. Es kann sogar zu einer Trotzreaktion kommen. Im schlimmsten Fall ziehen sich Jugendliche ganz zurück und Eltern können nicht mehr zu ihnen vordringen. Trotzdem sollten Sie immer bei Ihren Gefühlen bleiben. Zeigen Sie aber statt Zorn über die Meinung des Kindes zu Drogen eher Ihre Besorgnis. Signalisieren Sie Ihrem Kind, dass Sie sich für seine Probleme interessieren.

Lassen Sie sich nicht provozieren!

Versuchen Sie bei allen Gesprächen gelassen zu bleiben und lassen Sie sich nicht zu Streitereien provozieren. Zeigen Sie aber auch Ihre Betroffenheit. Im Notfall brechen Sie das Gespräch besser ab, bevor es eskaliert, und setzen es ein anderes Mal fort.

Setzen Sie Grenzen und vereinbaren Sie Regeln!

Es ist wichtig, dass Eltern ihren Kindern deutlich machen, was sie für richtig und was sie für falsch halten. Sie sollten sich jedoch darüber im Klaren sein, dass Verbote bezüglich Drogen bei Jugendlichen nur mit massivem Druck durchgesetzt werden können. Statt Zwang auszuüben, empfiehlt es sich, gemeinsam Regeln zu vereinbaren und nach Lösungen zu suchen.

Zeigen Sie allgemeines Interesse!

Jugendliche erzählen nicht mehr so bereitwillig wie Kinder von dem, was sie bewegt. Vielleicht würden sie es gerne tun, haben aber das Gefühl, die Eltern verstehen ihre Welt nicht mehr und erkundigen sich nur nach ganz bestimmten Dingen, wie schulische Leistungen oder Drogen. Wenn Sie dagegen ein allgemeines Interesse an der Lebenswelt Ihres Kindes zeigen, ist die Chance größer, dass Sie auch etwas über Drogenkontakte erfahren.

Erziehung ist Beziehung!

Keiner möchte gerne von oben mit Regelwerken geleitet werden. Halten Sie Kontakt mit Ihren Kindern und bleiben Sie an deren Freuden, Sorgen und Nöten dran, sowie auch ältere Kinder die Freuden, Sorgen und Nöte der Eltern kennen sollten. Es ist nicht selbstverständlich, dass in der Pubertät kein Verständnis mehr füreinander existiert. Wenn Jugendliche ihre Eltern verstehen, sind sie auch eher zu Kompromissen bereit.

Mit Kindern über Alkohol reden