Keine Macht den Drogen - Aktiv gegen Sucht und Gewalt
Keine Macht den Drogen - Aktiv gegen Sucht und Gewalt

Was ist Prävention?

Für die meisten von euch werden Suchtmittel in ihrem Leben mit hoher Wahrscheinlichkeit keine große Rolle spielen. Für viele bleibt das Probieren von Suchtmitteln episodenhaft und führt zu keinen tief greifenden und problematischen Veränderungen ihrer Persönlichkeit.

Eine Reihe von euch schließt allerdings ihre Suchtmittelkontakte nicht mit der Probierphase ab. Die Einnahme von Drogen oder ein bestimmtes Verhalten (z. B. das Computerspielen) wird dann „zur Gewohnheit". Denn süchtig wird man schnell, das Aufhören dagegen fällt unendlich schwer. Am besten man fängt gar nicht erst an, sein Wohlbefinden mit Suchtmitteln steuern zu wollen.

„Am besten man fängt erst gar nicht an", genau das ist Aufgabe und Ziel der Suchtprävention. Denn Vorbeugen ist besser als Reparieren. Sie gilt als wichtigster Aspekt bei der Bekämpfung des Suchtmittelmissbrauchs und umfasst alle Maßnahmen, die

  • die Bereitschaft zum Probieren/Erstkonsum senken = Primärprävention,
  • der gezielten Früherkennung und Bekämpfung einer beginnenden Abhängigkeitsproblematik dienen und die ungünstigen Bedingungen dafür beseitigen = Sekundärprävention
  • den Rückfall ehemals Abhängiger verhindern = Tertiärprävention

Gezielte Maßnahmen der Primärprävention sollen euch davor bewahren, durch Missbrauch eines Suchtmittels in Abhängigkeit zu geraten. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Aufklärung: Nur wer ein Suchtmittel oder ein bestimmtes Verhalten einzuschätzen weiß, kann sich davor in Acht nehmen.

Wir wollen nicht reparieren, sondern vorbeugen. „Nein" sagen ist keine Schwäche, „Nein" sagen beweist Selbstbewusstsein und Willensstärke, sich gegen den vorherrschenden Gruppenzwang durchzusetzen.

Unser Ziel ist es, euch deutlich zu machen: Wichtig ist, was DU willst! Denn um Spaß zu haben, brauchst du keine Suchtmittel. Im Gegenteil, am Ende sind diese immer der Spaß- und Spielverderber!

Warum üben Drogen auf manche Menschen einen so großen Reiz aus? Und wie kommt es, dass einige süchtig werden, während andere weniger anfällig bleiben?

Es ist kaum möglich, diese Frage pauschal zu beantworten. Aber Stabilität, Vertrauen und Geborgenheit in der Kindheit sind dabei von entscheidender Bedeutung. Auch das Reden über Suchtmittel und deren Missbrauch sollte in eurem Elternhaus kein Tabu sein. Wichtig sind auch bestimmte Strukturen. Jeder Mensch braucht eine gewisse Kontinuität und Regelmäßigkeit, um sich wohl und geborgen zu fühlen. Und junge Menschen noch viel mehr.

Eine weitere wichtige Rolle kommt mit zunehmendem Alter Vereinen und anderen Institutionen zu, denn der Kontakt zu Gleichaltrigen, die keine Suchtmittel konsumieren, verbindet! Unternehmungen, gemeinsame Hobbies in Sport, Musik und Kunst und dergleichen helfen, den eigenen "Kick" auszulösen, und so zu erkennen, dass ihr keine Suchtmittel braucht, um einen Glückszustand, Selbstzufriedenheit und Selbstbewusstsein zu erreichen.

Was ist Sucht?