Keine Macht den Drogen - Aktiv gegen Sucht und Gewalt
Keine Macht den Drogen - Aktiv gegen Sucht und Gewalt

Nikotin

Bitte informiere dich auch im Infopool über das Thema.
Beachte, dass du selbst eine große Vorbildfunktion hast. Die Regeln zum Umgang mit Alkohol und Nikotin helfen dir dabei.

Hast du Anmerkungen und Vorschläge zu dieser Gruppenstunde?
Dann schreib uns doch bitte an: info@kmdd.de

Giftstoffe im Tabakrauch

Lernziel: Die Jugendlichen erfahren, dass neben Nikotin noch viele weiter giftige und krebserregende Substanzen im Zigarettenrauch enthalten sind.

Der Jugendleiter/die Jugendleiterin hat eine Reihe von Objekten (siehe unten) dabei, die verschiedene Giftstoffe enthalten, die auch im Zigarettenrauch zu finden sind. Er oder sie stellt diese auf den Tisch. Die Jugendlichen sollen erraten, was alle diese Dinge gemeinsam haben. Danach erläutert der Jugendleiter/die Jugendleiterin ein paar der Giftstoffe, die beim Rauchen in den Körper gelangen

 
GiftstoffBeschreibungProdukt zur Veranschaulichung
TeerKrebserregend, verklebt außerdem die Flimmerhärchen.z. B. Stück Straßenbelag, Dachpappe o. Ä.
KohlenmonoxidGiftiges Gas, das bei Verbrennungsvorgängen entsteht und die Sauerstoffaufnahme verringert.z. B. Benzinkanister
AcetonGiftiges Lösungsmittel.z. B. Nagellackentferner
Ammoniak und BenzolBeide krebserregend, Ammoniak reizt außerdem die Augen.z. B. WC-Reiniger
Blei und CadmiumSehr giftige Metalle, Cadmium gilt als krebserregend.z. B. Batterien
ButanFlüssiggas, sehr wahrscheinlich krebserregend.z. B. Feuerzeug
FormaldehydReizendes, stechendes und krebserregendes Gas.z. B. Desinfektionsmittel
NaphtalinGesundheitsschädlich und vermutlich auch krebserregendz B. Mottenkugeln

 

Falls ein PC zur Verfügung steht, schaut sich die Gruppe im Anschluss den Animationsfilm über die Giftstoffe im Tabakrauch an.

Gründe für und gegen das Rauchen

Lernziel: Die Jugendlichen machen sich Gedanken darüber, warum Menschen eigentlich zur Zigarette greifen und welche Gründe es gibt, nicht zu rauchen oder damit aufzuhören.

Der Jugendleiter/die Jugendleiterin heftet zwei große farbige Blätter nebeneinander an die Wand.
Auf einem roten Blatt steht: „Jugendliche rauchen, weil ..."
Auf einem grünen Blatt steht: „Jugendliche rauchen nicht, weil ..."
Dann teilt der Jugendleiter/die Jugendleiterin rote Kärtchen an die Jugendlichen aus. Diese schreiben auf jedes Kärtchen einen Grund, warum sie selbst rauchen oder warum sie glauben, dass andere rauchen. Danach gehen sie nacheinander zur Wand, lesen ihr Kärtchen vor und heften es unter das rote Blatt an die Wand. Wer selbst raucht, kann sagen: „Ich rauche weil, ..."
Jugendliche führen oft als Gründe an, dass Rauchen cool ist, erwachsen macht oder dass die Freunde rauchen. Auch Rebellion spielt eine Rolle und die Kontaktaufnahme. Wer jedoch schon ein paar Monate raucht, der ist nikotinabhängig und das ist dann der eigentliche Grund. Darauf sollte mit einem entsprechenden Kärtchen hingewiesen werden.
Danach werden die grünen Kärtchen ausgeteilt und beschriftet. Wer nicht raucht, stellt sein Kärtchen mit den Worten vor: „Ich rauche nicht, weil ...", wer aufhören möchte, sagt: „Ich möchte aufhören zu rauchen, weil ..."
Gründe gibt es viele: Krebserkrankungen (Lungenkrebs, Kehlkopfkrebs, Hautkrebs), Herzkreislauferkrankungen (Herzinfarkt), eine verringerte Lebenserwartung (ca. 10 Jahre), Husten und Erkrankung der Atemwege, abnehmende sportliche Leistungsfähigkeit, übler Mundgeruch und stinkende Kleidung, gelbe Zähne, schlechte Haut, Potenzstörung, bei Mädchen/Frauen, die die Pille nehmen erhöhte Thrombosegefahr, Schwangerschaft, Geldprobleme u. v. m. Der Jugendleiter/die Jugendleiterin ergänzt wichtige Gründe mit eigenen Kärtchen.

Eventuell kann sich noch eine Diskussion anschließen, in der besprochen wird, ob die Gründe für das Rauchen wirklich stimmen. Hier ein paar Anregungen:

  • Rauchen macht nicht wirklich schlank. Denkt nur mal an die vielen dicken Raucher!
  • Sind wirklich alle Raucher cool?
  • Sind Raucher wirklich kommunikativer?
  • Was macht das Erwachsensein aus?
  • Was ist mit den 90 Prozent der Jugendlichen, die nicht rauchen? Sind die alle langweilig?

Tabakwerbung beurteilen

Lernziel: Die Jugendlichen analysieren, mit welchen Methoden die Tabakwerbung versucht, Minderjährige anzusprechen.

Die Jugendlichen betrachten die Tabakwerbungen auf dem Ausdruck 1 (PDF), dem Ausdruck 2 (PDF) und dem Ausdruck 3 (PDF). Sie überlegen, ob sie sich selbst von der Werbung angesprochen fühlen. Auf welche Wünsche wird angespielt? Werden diese auch in der Realität erfüllt?

Noch ein paar Fakten:

  • Joe Camel (das Dromedar) war bei Vorschulkindern zeitweise bekannter als Micky Maus.
  • Vor dieser Werbekampagne rauchten Jugendliche praktisch keine Camels. Durch die Kampagne erreichte Camel bedeutende Marktanteile bei Jugendlichen.
  • Wegen des starken öffentlichen und politischen Drucks wurde die Werbekampagne 1997 schließlich eingestellt.
  • Camel hat stets behauptet, dass sich diese Werbung nur an Erwachsene gerichtet habe.
  • Werbung mit sehr jugendlich wirkenden Erwachsenen wirkt - ob beabsichtigt oder nicht - auch auf Jugendliche.
  • Kinder mögen Werbung und ein Auto aus einer Zigarettenschachtel sticht kleinen autobegeisterten Jungen sicher ins Auge. So können schon Kinder eine positive Assoziation zu einer bestimmten Marke haben.

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Plakatwerbung für das Nichtrauchen

Lernziel: Die Jugendlichen überlegen, wie man Menschen zum Nichtrauchen bringen kann, und gestalten Plakatwerbungen für das Nichtrauchen.

Die Jugendlichen bilden Kleingruppen zu dritt oder viert. Der Jugendleiter/die Jugendleiterin stellt großes Plakatpapier sowie Stifte, Wasserfarben, Kleber, Buntpapier, Zeitschriften usw. zur Verfügung. Jede Gruppe überlegt Strategien, wie man Gelegenheitsraucher und abhängige Raucher zur Rauch-Freiheit bringen kann. Dabei soll der Begriff der Freiheit (sich frei entscheiden können und mehr Selbstbestimmung erlangen) im Vordergrund stehen, weil man kaum erfolgreich gegen etwas werben kann, sondern nur für etwas.
Dazu erarbeiten die Gruppen mindestens einen Entwurf im DIN-A4 Format: Wie wird das Plakat strukturiert? Welches Bild oder welche Grafik möchten wir malen? Wie lautet der Text? Welche Farben sollen wir verwenden? Welche Aussage soll das Plakat transportieren? Falls mehrere Entwürfe entstehen, wird diskutiert und abgestimmt, welcher verwirklicht werden soll. Dann macht sich die Gruppe an die Umsetzung, wobei die Arbeit so aufgeteilt wird, dass alle etwas zu tun haben.
Die fertigen Plakate werden vorgestellt, besprochen und danach in den Gruppenräumen aufgehängt.

Gruppenzwang: Rauchergruppenspiel

Lernziel: Die Jugendlichen machen sich Gedanken, wie die Peergroup ihr Verhalten beeinflusst, und probieren aus, wie sie sich gegen Gruppenzwänge behaupten können.

Rollenspiel:
Die Jugendlichen stellen die Situation in einer Rauchergruppe nach. 3-5 Jugendliche stehen im Raum in einer Gruppe zusammen. Der Jugendleiter/die Jugendleiterin gibt ihnen eine Packung Zigaretten aus Schokolade (bitte keine echten Zigaretten). Jeder nimmt eine Zigarette und die Jugendlichen tun so, als ob sie rauchen würden. Dabei sollen sie sich unterhalten. Falls ihnen das schwer fällt, gibt der Jugendleiter/die Jugendleiterin ein aktuelles Thema vor. Weitere 2-3 Teilnehmer gehen vor die Tür und werden nacheinander einzeln hereingerufen. Jeder soll sich zur Rauchergruppe dazugesellen und am Gespräch teilnehmen. Die Rauchergruppe bietet jedem Neuankömmling eine Zigarette an und versucht ihn zum Rauchen zu überreden und zu drängen. Es ist jedem Jugendlichen selbst überlassen, ob er die Zigarette annimmt oder nicht und wie er den Kontakt zur Rauchergruppe herstellt. In der Rauchergruppe sollte die Packung wechseln, sodass nicht immer derselbe Teilnehmer die Zigarette anbietet.
Danach wird das Spiel zusammen besprochen. Es wäre gut, wenn einige Teilnehmer bereit wären, über ihre Erfahrungen zu berichten und zu erklären, warum sie sich so und nicht anders verhalten haben.

Diskussionsanregung:

  • Warum wurden die Zigaretten angenommen oder abgelehnt?
  • Fällt es schwer, eine angebotene Zigarette abzulehnen?
  • War es euch als Rauchergruppe wichtig, dass die angebotenen Zigaretten angenommen wurden?
  • Wurden Schüler, die abgelehnt haben, genauso behandelt wie Schüler, die mitgeraucht haben?
  • Wie kann man mit Gruppendruck umgehen und wie kann man sich ihm entziehen?

Ende der Gruppenstunde

Der Jugendleiter/die Jugendleiterin verteilt jugendgerechtes Informationsmaterial zum Thema. Dieses kann in geringen Mengen (max. 10 Exemplare pro Titel) kostenlos über unseren Online-Shop bestellt werden. Bei größeren Bestellmengen wenden Sie sich bitte an folgenden Institutionen:

Gruppenstunde Cannabis

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