Keine Macht den Drogen - Aktiv gegen Sucht und Gewalt
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Medienabhängigkeit

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Was ist Medienabhängigkeit?

Lernziel: Die Jugendlichen sollen kurze freie Assoziationen zum Thema Medienabhängigkeit äußern.

Die Jugendlichen schreiben ihre Handynummern ohne Namen jeweils auf einen Zettel und falten diesen zusammen. Der Jugendleiter/die Jugendleiterin sammelt die Zettel ein. Alle Jugendlichen schalten ihre Handys ein. Wer kein Handy dabei hat, darf beim Ziehen der Nummern helfen. Nun wird zufällig eine Nummer gezogen. Der Jugendleiter/die Jugendleiterin wählt mit dem Handy die gezogene Nummer und der/die Angerufene steht auf und sagt, was er/sie mit Medienabhängigkeit verbindet. Um Kosten zu sparen, sollten die Anrufe nicht angenommen werden. Dann wird die nächste Nummer gezogen. In kleinen Gruppen empfiehlt es sich, die gezogenen Nummern wieder zurückzulegen, sodass jeder mehrmals an die Reihe kommen kann. Die Antworten werden auf einem Flipchart notiert.

Überleitung:
Unter Medienabhängigkeit oder Mediensucht versteht man die Fernsehsucht, die Handysucht und die verschiedenen Formen der Internetsucht, wie z. B. Chatsucht oder Online-Spielsucht. Dabei ist es unter Experten durchaus umstritten, ob man beim exzessiven Medienkonsum wirklich von Sucht sprechen kann, weil es dazu noch zu wenige Studien gibt. Siehe dazu auch die Ausführungen des Psychologen Axel Seifert über "gestörtes Freizeitverhalten oder Sucht" (PDF). Zahlreiche Medienberichte zeigen jedoch, dass ein gewisses Suchtpotenzial nicht von der Hand zu weisen ist.

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Sketche, Diskussionen und Pantomime

Lernziel: Die Jugendlichen spielen typische Situationen und Konflikte im Ungang mit Medien, um ihren eigenen Medienkonsum selbstkritisch zu reflektieren.

1. Vorbereitung

Es werden mehrere Gruppen von 2 bis 4 Jugendlichen gebildet. Der Jugendleiter/die Jugendleiterin stellt ein paar Ideen vor und jede Gruppe sucht sich aus, womit sie sich beschäftigen möchte. Die Gruppen ziehen sich dann mindestens eine halbe Stunde zurück und überlegen sich einen Sketch, eine Diskussion oder eine Pantomime zum gewählten Thema.

Mögliche Themen und Situationen:

  • Streit mit den Eltern wegen einer hohen Handyrechnung.
  • Ein Pärchen oder zwei Freunde sitzen nebeneinander und kommunizieren nur per SMS-Nachrichten. Einer der beiden versucht mehrmals ein direktes Gespräch zu beginnen, hat damit aber keinen Erfolg.
  • Ein Computersüchtiger am PC: Eltern und Freunde versuchen vergeblich, ihn vom Computer wegzulocken.
  • Eine Diskussion oder ein Streit zwischen Eltern und Kind wegen der exzessiven Internet-Nutzung.
  • Gefahren des Internets: Die Gefahren werden von den Teilnehmern personifiziert dargestellt.
  • Ein intimes Gespräch zwischen zwei Freunden: Einer wird permanent durch Anrufe und SMS-Nachrichten unterbrochen und bringt deshalb alles durcheinander.
  • Blind Dates mit Internetbekanntschaften.
  • Eine Konfliktsituation in der Familie: Jeder will eine andere Fernsehsendung ansehen.
  • Ein Streit um den PC: Mehrere Familienmitglieder wollen gleichzeitig ins Internet.
  • Zwei oder mehrere Avatare treffen sich in der virtuellen Welt. Dabei spielen sie ihre virtuellen Rollen.

2. Aufführung

Nacheinander führen die Gruppen ihre Szenen auf. Nach jeder Vorführung dürfen die anderen Teilnehmer ein kurzes Statement abgeben oder nachfragen, wenn etwas unklar war. Eine ausgiebige Gesprächsrunde sollte aber erst stattfinden, wenn alles aufgeführt wurde.

Medienkompetenz

Lernziel: Die Jugendlichen erarbeiten Regeln für einen sinnvollen Umgang mit Computer, Handy und Internet.

Falls ein PC zur Verfügung steht, sehen sich die Jugendlichen zur Einstimmung den TV-Spot "Wo ist Klaus?"an. Danach bilden die Jugendlichen Kleingruppen zu dritt oder viert. Der Jugendleiter/die Jugendleiterin teilt den Kleingruppen den Ausdruck 1 (PDF) für die "10 Goldenen Regeln" aus. Jede Gruppe überlegt sich bis zu 10 Regeln und stellt diese den anderen vor. Wenn sich die Jugendlichen dabei schwer tun, hilft die Musterlösung auf dem Ausdruck 2 (PDF). Die fertigen Regeln werden in den Gruppenräumen aufgehängt.

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Ende der Gruppenstunde

Der Jugendleiter/die Jugendleiterin verteilt jugendgerechtes Informationsmaterial zum Thema. Dieses kann in geringen Mengen (max. 10 Exemplare pro Titel) kostenlos über unseren Online-Shop bestellt werden. Bei größeren Bestellmengen wenden Sie sich bitte an folgenden Institutionen:


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Alle PDFs zur Gruppenstunde "Medienabhängigkeit" im Überblick

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