Keine Macht den Drogen - Aktiv gegen Sucht und Gewalt
Keine Macht den Drogen - Aktiv gegen Sucht und Gewalt

Alkohol

Bitte informiere dich auch im Infopool über das Thema.
Beachte, dass du selbst eine große Vorbildfunktion hast. Die Regeln zum Umgang mit Alkohol und Nikotin helfen dir dabei.

Hast du Anmerkungen und Vorschläge zu dieser Gruppenstunde?
Dann schreib uns doch bitte an: info@kmdd.de

Legale und illegale Drogen

Lernziel: Die Jugendlichen sollen erkennen, dass die legalen Drogen gegenüber den illegalen Drogen das größere Problem darstellen und viel weiter verbreitet sind.

Die Jugendlichen betrachten das Kuchendiagramm auf dem Ausdruck 1 (PDF) und überlegen, um welche Drogen es sich hier handelt. Danach zeigt der Jugendleiter/die Jugendleiterin die Auflösung auf dem Ausdruck 2 (PDF) und thematisiert die Problematik von legalen Drogen.

Ein paar Fakten:

  • Unter den Nichtrauchern gibt es mindestens 3300 Todesfälle aufgrund von Passivrauchen.
  • Legale Drogen stellen in unserer Gesellschaft eindeutig das viel größere Problem dar.
  • Legal heißt nicht ungefährlich. Im Gegenteil: Aufgrund der leichten Verfügbarkeit gibt es viel mehr Abhängige.
  • Die eigentlichen Einstiegsdrogen sind Alkohol und Nikotin. Cannabis ist nur in Ausnahmefällen eine Einstiegsdroge, denn nur wenige steigen auf Kokain oder Heroin um.
  • Auch Medikamente sind Drogen. Schlaf-, Beruhigungs- und Schmerzmittel haben ein hohes Suchtpotenzial. Sie dürfen nur in Ausnahmefällen und nur vorübergehend eingenommen werden. Man stirbt bei richtiger Dosierung daran zwar nicht, aber mit unangenehmen Nebenwirkungen und Langzeitfolgen ist durchaus zu rechnen.
  • Die unbedenklichen Trinkmengen Alkohol pro Tag liegen laut BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) bei Frauen bei 0,3 Liter Bier und 0,1 Liter Wein/Sekt oder etwa 4 cl einer Spirituose und bei Männern bei 0,6 Liter Bier und 0,3 Liter Wein/Sekt oder etwa 8 cl einer Spirituose. Der Alkoholkonsum Jugendlicher sollte deutlich unter den Grenzwerten für Erwachsene liegen. Darüber hinaus werden pro Woche mindestens zwei alkoholfreie Tage empfohlen.
  • Alkohol ist wasserlöslich. Pro Stunde wird ca. 0,1 Promille abgebaut.

Überleitung:
Wenn es um Drogen geht, muss man also vor allem über die legalen Drogen sprechen. Heute geht es um Alkohol.

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Der richtige Umgang mit Alkohol

1. Fragebogen vorbereiten

Lernziel: Die Jugendlichen überlegen, was sie die Erwachsenen schon immer mal zum Thema Alkohol fragen wollten.

Die Gruppe erarbeitet zusammen einen Fragebogen mit ca. 5 bis 7 Fragen zum Thema Alkohol, die die Gruppenmitglieder nachher Passanten auf der Straße stellen werden.

Beispiele:

  • Ab wann sollten Jugendliche Ihrer Meinung nach frühestens Alkohol trinken und warum?
  • Können Sie sich ein Fest oder eine Party ohne Alkohol vorstellen?
  • Welche Umgangsregeln mit Alkohol empfehlen Sie?
  • Was halten Sie von dem gesetzlichen Grenzwert von 0,5 Promille für Autofahrer und 0 Promille für Fahranfänger?
  • Was wissen Sie über Alkopops, Alkoholmixgetränke, Koma-Trinken und Flatrate-Partys?

 

2. Durchführung

Lernziel: Die Jugendlichen bringen mithilfe einer Umfrage die Meinungen und das Wissen Erwachsener bezüglich Alkohol in Erfahrung.

Die Jugendlichen machen sich in Dreiergruppen auf den Weg, befragen Passanten und notieren die Antworten. Die Befragung kann auch mit Handys und/oder Digicams aufgezeichnet werden und sollte höchstens eine Stunde dauern. Es sollte vorher ebenfalls festgelegt werden, wo die einzelnen Gruppen die Befragung durchführen.

3. Auswertung

Lernziel: Die Jugendlichen sollen die Antworten der Passanten beurteilen und kritisch hinterfragen.

Zunächst stellt jede Dreiergruppe ihre Ergebnisse kurz vor. Besonders originelle, schlechte oder intelligente Antworten können eigens erwähnt werden. Vielleicht ergibt sich aus den Antworten auch eine Tendenz oder Mehrheitsmeinung. Eine detaillierte Auswertung im Sinne einer repräsentativen Umfrage ginge jedoch an der Zielsetzung vorbei. Stattdessen sollten die Ergebnisse der Gruppe als Diskussionsgrundlage für eine ausgiebige Gesprächsrunde dienen, in der die Jugendlichen auch über ihre eigenen Erfahrungen und Vorstellungen bezüglich Alkohol reden können.

Verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol

1. Gebrauchsinformation für Alkohol

Lernziel: Die Jugendlichen machen sich Gedanken über die Gefahren von Alkohol und erarbeiten Richtlinien für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol.

Es werden Kleingruppen gebildet. Jede Gruppe erhält den Ausdruck 3 (PDF) mit der Gebrauchsinformation für Alkohol und füllt ihn gemeinsam aus. Zur Anregung kann der Jugendleiter/die Jugendleiterin noch Packungsbeilagen verschiedener Medikamente austeilen. Für die Recherche sollten außerdem Broschüren über die Gefahren von Alkohol zur Verfügung stehen. Der Jugendleiter/die Jugendleiterin ermutigt die Jugendlichen, auch etwas zu übertreiben und witzige Lösungen zu finden.
Am Schluss stellt jede Gruppe ihre Ergebnisse vor. Der Jugendleiter/die Jugendleiterin ergänzt und korrigiert die Angaben mithilfe der Musterlösung auf dem Ausdruck 4 (PDF). Die Gebrauchsinformationen und die Musterlösung können im Gruppenraum und der Einrichtung aufgehängt werden.

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2. Diskussion zwischen Eltern und Kindern

Lernziel: Die Jugendlichen versuchen sich in die Rolle und Situation ihrer Eltern zu versetzen und probieren aus, wie man Konflikte konstruktiv lösen kann.

Rollenspiel:
Vier Teilnehmer spielen eine Diskussion. Die Tochter (16) und der Sohn (17) wollen im Partykeller zu Silvester ein Fest veranstalten und dafür jede Menge Bier, Sekt und Spirituosen besorgen, damit es richtig lustig wird. Vater und Mutter bestehen dagegen auf eine alkoholfreie Party, da auch einige 13- bis 15-Jährige kommen werden. Sie fühlen sich gegenüber den anderen Eltern verpflichtet und haben Angst, dass jemand erbricht, aggressiv wird oder wegen Trunkenheit auf dem Heimweg zu Schaden kommt. Die Eltern selbst werden im Wohnzimmer mit Freunden feiern und haben dafür schon ausreichend alkoholische Getränke eingekauft. Ziel der Diskussion ist es, einen Kompromiss zu finden, der im Sinn des Jugendschutzes ist und auch die Vorbildfunktion der Eltern berücksichtigt. Die Gruppe beobachtet die Diskussion und wertet sie anschließend aus. Hierfür kann der Beobachtungsbogen (PDF) verwendet werden.

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Ende der Gruppenstunde

Der Jugendleiter/die Jugendleiterin verteilt jugendgerechtes Informationsmaterial zum Thema. Dieses kann in geringen Mengen (max. 10 Exemplare pro Titel) kostenlos über unseren Online-Shop bestellt werden. Bei größeren Bestellmengen wenden Sie sich bitte an folgenden Institutionen:

Gruppenstunde Nikotin

Feiern ohne Vollrausch

Informationen für Eltern und Ihre Kinder

Diesen Flyer und die dazugehörende Packungsbeilage zum Alkoholkonsum erhalten Sie hier als PDF oder kostenlos in unserem Shop.