Keine Macht den Drogen - Aktiv gegen Sucht und Gewalt
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Neue Studie: Frühe Prävention lohnt sich!

Im aktuellen Newsletter „Alkoholspiegel" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) werden neue interessante Erkenntnisse über das Trinkverhalten von Jugendlichen veröffentlicht.

Das Zentralinstitut für seelische Gesundheit (ZI) hat sich in einer Studie zum Alkoholkonsum von Jugendlichen mit dem Einfluss der Pubertät auf das spätere Trinkverhalten beschäftigt. Bisherige Forschungen haben sich bisher kaum mit der Rolle der Pubertät auseinandergesetzt.

Die Pubertät als Phase der Geschlechtsreife ist ein neurobiologisch empfindliches Stadium, in dem das Hirn wichtige Umbauprozesse durchläuft. Diese Entwicklungsprozesse können durch den Konsum von Alkohol gestört werden.

In seiner Untersuchung geht das Zentralinstitut für seelische Gesundheit daher der Frage nach, ob die Pubertät als ein Indikator für das später Konsumverhalten betrachtet werden kann.

Durch die Auswertung der Daten der Langzeitstudie „Mannheimer Risikokinderstudie" sowie die Durchführung eines Tierexperiments, fanden Forscher heraus, dass bereits in der Pubertät das Fundament für das spätere Trinkverhalten gelegt wird. Jugendliche, die in der Phase der Pubertät oder bereits davor zum ersten Mal Alkohol konsumierten, tranken später häufiger oder mehr als Jugendliche, die nach dem Abschluss ihres sexuellen Reifeprozesses erste Erfahrungen mit Alkohol machten.

Die Studienergebnisse zeigen, wie wichtig eine frühzeitige Prävention ist, um den Erstkonsum von Alkohol im Jugendalter hinauszuzögern.


 

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