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Was ist Prävention?

Für die meisten von euch werden Drogen in ihrem Leben mit hoher Wahrscheinlichkeit keine große Rolle spielen. Für viele bleibt das Probieren von Drogen episodenhaft und führt zu keinen tief greifenden und problematischen Veränderungen ihrer Persönlichkeit.

Eine Reihe von euch schließt allerdings ihre Drogenkontakte nicht mit der Probierphase ab. Die Einnahme von Drogen wird dann „zur Gewohnheit". Denn süchtig wird man schnell, das Aufhören dagegen fällt unendlich schwer. Am besten man fängt gar nicht erst an, sein Wohlbefinden mit Suchtmitteln steuern zu wollen.

„Am besten man fängt erst gar nicht an", genau das ist Aufgabe und Ziel der Drogenprävention. Denn Vorbeugen ist besser als Reparieren. Drogenprävention ist Suchtvorbeugung. Sie gilt als wichtigster Aspekt bei der Bekämpfung des Drogenmissbrauchs und umfasst alle Maßnahmen, die

  • die Bereitschaft zum Probieren/Erstkonsum senken = Primärprävention,
  • der gezielten Früherkennung und Bekämpfung einer beginnenden Abhängigkeitsproblematik dienen und die ungünstigen Bedingungen dafür beseitigen = Sekundärprävention
  • den Rückfall ehemals Abhängiger verhindern = Tertiärprävention

Gezielte Maßnahmen der Primärprävention sollen euch davor bewahren, durch Missbrauch eines Suchtmittels in Abhängigkeit zu geraten. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Aufklärung: Nur wer eine Droge einzuschätzen weiß, kann sich vor ihr in Acht nehmen.

Entsprechende Kampagnen klären über Drogen und deren Gefahren auf. Bereits seit 15 Jahren setzen wir dabei auf die Mitwirkung prominenter Fürsprecher, wenn es darum geht, öffentlich die Drogen ablehnende Haltung in der Gesellschaft zu stärken. Wir wollen nicht reparieren, sondern vorbeugen. Nein sagen ist keine Schwäche, Nein sagen beweist Selbstbewusstsein und Willensstärke, sich gegen den vorherrschenden Gruppenzwang durchzusetzen.

Unser Ziel ist es, euch deutlich zu machen: Wichtig ist, was DU willst! Denn um Spaß zu haben, brauchst du keine Drogen. Im Gegenteil, am Ende sind Drogen immer der Spaß- und Spielverderber!

Warum üben Drogen auf manche Menschen einen so großen Reiz aus? Und wie kommt es, dass einige süchtig werden, während andere weniger anfällig bleiben?

Es ist kaum möglich, diese Frage pauschal zu beantworten. Aber Stabilität, Vertrauen und Geborgenheit in der Kindheit sind dabei von entscheidender Bedeutung. Auch das Reden über Drogen und deren Missbrauch sollte in eurem Elternhaus kein Tabu sein. Wichtig sind auch bestimmte Strukturen. Jeder Mensch braucht eine gewisse Kontinuität und Regelmäßigkeit, um sich wohl und geborgen zu fühlen. Und junge Menschen noch viel mehr.

Eine weitere wichtige Rolle kommt mit zunehmendem Alter Vereinen und anderen Institutionen zu, denn der Kontakt zu Gleichaltrigen, die keine Suchtmittel konsumieren, verbindet! Unternehmungen, gemeinsame Hobbies in Sport, Musik und Kunst und dergleichen helfen, den eigenen "Kick" auszulösen, und so zu erkennen, dass ihr keine Drogen braucht, um einen Glückszustand, Selbstzufriedenheit und Selbstbewusstsein zu erreichen.

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