 Strategien und ZieleEs vergeht kaum ein Tag, an dem in den Medien nicht über Sucht, Drogen und Gewalt berichtet wird. Immer mehr Kinder und Jugendliche greifen immer früher und regelmäßiger zu Alkohol und/oder Drogen. Oftmals ist der Konsum von Alkohol, Tabak oder auch illegalen Rauschmitteln eine Kompensation für den starken jugendlichen Drang zum Entdecken, Experimentieren und zu Abenteuern. Nicht selten wird dieses "nicht-mehr-erleben-können" auch mithilfe einer Reizüberflutung durch immer realistischer entwickelte Computer-/Internetspiele kompensiert. Erlebt wird nicht mehr hautnah, sonder über animierte Figuren und Darsteller, die stellvertretend für die Jugendlichen Abenteuer erleben. Was nur einmal aus einer Laune heraus probiert wird, kann schnell zu einem missbräuchlichen Konsum- bzw. Verhaltensmuster, zu einer Abhängigkeit, zu einem jahrelangen Leidensweg, in Schmerz und Verzweifelung des Suchtkranken, seinen Eltern und engsten Freunden führen. Viele haben sich an diese Meldungen gewöhnt. Wir nicht! Dass Kinder und Jugendliche selbstbewusst Nein sagen können, das wünschen sich wohl alle. Aber was können wir tun? Die mit dem Konsum von Rauschmitteln verbundenen Begleiterscheinungen und Folgen gehören mit zu den größten Herausforderungen für Staat und Gesellschaft. Keine Gruppe, keine Schicht in unserem Sozialwesen ist vor den Risiken des Drogenkonsums - hierzu zählt auch die Gefahr, die von den gesellschaftlich tolerierten Suchtstoffen Alkohol und Nikotin ausgeht - sicher. Bereits im Jahr 1990 wurde auf Privatinitiative hin die Kampagne KEINE MACHT DEN DROGEN in Bonn der Bundesregierung vorgestellt. Die Strategie der Kampagne basierte auf Konzepten, die im Einklang mit den Grundlagen des nationalen Rauschgiftbekämpfungsplans der Bundesrepublik Deutschland standen. Dank der Mitwirkung zahlreicher Spitzensportler und prominenter Fürsprecher, der großen deutschen Sportorganisationen, der Medien sowie vieler anderer Organisationen und Institutionen erlangte die Kampagne in den folgenden Jahren eine hohe Bekanntheit und Akzeptanz in der gesamten Bevölkerung. Nachdem das Ziel der Kampagne KEINE MACHT DEN DROGEN, durch Bekanntheit ein Bewusstsein für die Drogenproblematik zu erzielen, erreicht war, setzte die Strategie in der zweiten Phase des Konzepts auf die konsequente Ansprache von Kindern und Jugendlichen, um den primärpräventiven Auftrag zu erfüllen. Hierzu steht inhaltlich der im Jahr 1996 gegründete gemeinnützige Förderverein KEINE MACHT DEN DROGEN zur Verfügung. Bereits zum Zeitpunkt der Vereinsgründung bestand das Ziel, die Kampagne von dem Förderverein auf privater Ebene weiterführen zu lassen und die Förderung aus Mitteln des Bundeshaushaltes einzustellen. Mit Ende 1998 wurde dieser Schritt vollzogen.  Aktiv gegen Sucht, Drogen und Gewalt!Seit 1999 wurde mit dem Thema Gewalt die Ausrichtung erweitert. Prävention von Gewalt und Vorbeugung von Suchtverhalten sind zwei Seiten derselben Medaille. Kinder, deren Rechte geachtet werden, neigen nicht so leicht dazu, auf Ersatzbefriedigungen zurückzugreifen oder ihre aufgestauten Aggressionen zerstörerisch gegen andere oder gegen sich Selbst zu richten. Oftmals stehen Alkohol und illegale Drogen in Zusammenhang mit Gewalttaten. Der gemeinnützige Förderverein KEINE MACHT DEN DROGEN will deshalb mit seinen Maßnahmen auch ein Zeichen gegen Gewalt setzen. Der gemeinnützige Förderverein KEINE MACHT DEN DROGEN engagiert sich in den verschiedensten Aktionen. Wir rufen Projekte ins Leben, unterstützen und beraten Schulen, Sportvereine sowie private Gruppen bei der Durchführung von Präventionsveranstaltungen. Wir wollen nicht reparieren, wir wollen vorbeugen. Unser Ziel ist es, den Kindern und Jugendlichen zu zeigen: Was macht dich fit und was fördert dich im Leben? Kinder bewegen, spielend vorbeugen.Suchtvorbeugung heißt für uns Aufklärung und Information über die Gefährlichkeit von Rauschmittelmissbrauch verbunden mit der Vermittlung von Lebenskompetenz. Durch eine aktive Freizeitgestaltung mit Sport, Musik und vielem mehr, lernen Kinder und Jugendliche spielerisch Realität selbst zu begreifen. Sie haben eigene Erfolgserlebnisse und können sich so zu einer selbstbewussten und starken Persönlichkeit entfalten. Unser Konzept der Gesundheitsförderung setzt dabei vor allem auf die Akzeptanz des kindlichen Bewegungsdrangs. Durch ein interessantes und spannendes Bewegungsangebot wollen wir Anreize schaffen, damit Kinder und Jugendliche neugierig und in ihrer Freizeit aktiver werden. Viele meinen, Prävention heißt vor allem etwas zu verhindern: die Abhängigkeit von Rauschmitteln. Wir meinen, Prävention heißt in erster Linie etwas zu fördern: nämlich Lebenslust, Neugierde, Kreativität und den Spaß an der Bewegung.  Freiheit sucht AbenteuerDie Pubertät hat sich im Laufe der letzten beiden Jahrhunderte um fast fünf Jahre nach vorne verlagert. Sie beginnt im Durchschnitt bei Mädchen mit 11,5 Jahren, bei Jungen mit 12,5 Jahren. Den Kindern geht buchstäblich die Zeit aus, erwachsen zu werden. Und das bei völlig veränderten Rahmenbedingungen: unklare Zukunftsperspektiven, schlechtere soziale und wirtschaftliche Bedingungen, abnehmende Chancengleichheit etc. Viele Kinder und Jugendliche leiden unter „Managerkrankheiten" und ungesundem Stress.
Hinzu kommt, dass viele Kinder und Jugendliche in einer Umgebung aufwachsen, die alles andere als ideal für sie ist. Häufig fehlen Plätze und Freiräume für eine von jungen Menschen gewünschte Form der Freizeitgestaltung. Viele Verbotsschilder ersticken in unserer heutigen Gesellschaft den jugendlichen Drang nach Abenteuern, Experimentieren und Entdecken. Oft wird dieses „nicht-mehr-erleben-können" mithilfe immer realistischer entwickelter Computerspiele, oder aus Langeweile auch mit dem (regelmäßigen) Konsum von Alkohol und illegalen Drogen kompensiert.
Aus diesen Gründen setzen moderne Präventionsmaßnahmen auf die Akzeptanz des jugendlichen Experimentier- und Entdeckungsdrangs. Mit unseren Adventure Camps bieten wir abseits von Schule und Alltagstrott ein alters- und körperangemessenes Alternativangebot. Erlebnis, Abenteuer und Kreativität sowie Eigeninitiative und Eigenverantwortlichkeit werden gefördert. Durch das gemeinsame Erproben und Erleben der eigenen Leistungsfähigkeit lassen sich Kinder und Jugendliche begeistern. Im Team erlernen sie Sozialkompetenz. Eingebunden in diese erlebnispädagogischen Elemente werden die Jugendlichen spielerisch für das Thema Sucht, Drogen und Gewalt sensibilisiert. Durch interaktive Übungen sowie Diskussionen und Kurzvorträge wecken wir ihr Interesse. Gemeinsam mit den Jugendlichen werden Sachverhalte kritisch hinterfragt, Orientierungs- und Lösungsmöglichkeiten entwickelt. Im intensiven „Sich-selbst-Erleben" und im Austausch mit Gleichaltrigen wird Lernen zum Erlebnis.
Intensive positive Lernerfahrungen - gerade auch im Sinne einer gelingenden Sucht- und Gewaltprävention - resultieren aus Lernerfolgen, die wiederum Optimismus, Begeisterung und sogenannte „Aha-Erlebnisse" voraussetzen.
Die Adventure Camps ... - stärken Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein,
- fördern Kommunikations- und Konfliktfähigkeit und
- bieten positive Unterstützung in der jugendspezifischen Identitätssuche.
Die Jugendlichen erhalten auf diesem Weg vielfältige Anregungen zur sinnerfüllten, aktiven und selbst bestimmten Lebensgestaltung. Das sind wichtige Voraussetzungen, damit Alkohol und illegale Drogen gar nicht erst als begehrenswert empfunden werden.
  Und um möglichst vielen Kindern und Jugendlichen ein Umfeld bieten zu können, das Sport, Spiel und Spaß miteinander verbindet, brauchen wir Ihre Hilfe! Gemeinsam können wir viel verändern. Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit! Ihre Spende hilft! Wir erhalten keine staatliche Förderung. |