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Prävention in der Schule

Liebe KMDD-Mitarbeiter,

ich möchte Ihnen an dieser Stelle ein begeistertes Dankeschön für Ihre DVD Im Rausch des Lebens aussprechen.

Seit drei Jahren erarbeiten wir in mühsamer Kleinarbeit ein Konzept für die Suchtprävention an unserer Schule und finden nun in Ihrem Material alles was wir brauchen, um unsere Schüler motivierend, mit neuesten Medien, abwechslungsreich und sachgerecht an dieses Thema heranzuführen.

Wir können nur ansatzweise nachempfinden, wieviel Engagement und Arbeit in Ihren Materialien stecken.

Herzlichen Dank auch im Namen unserer Schüler,

Katja J. und Anke H.

Pelizaeus-Gymnasium, Paderborn

Die Schule ist einer der wesentlichen Multiplikatoren und gesellschaftlichen Faktoren für die Entwicklung eines jungen Menschen. In der Schule können im Sinne einer gelungenen Drogenprävention suchtresistente Verhaltensmuster eingeübt und etabliert werden.

Ein Drogen- oder Suchtpräventionsprojekt im schulischen Kontext oder im Rahmen der Jugendarbeit durchzuführen, bedarf einer hohen Sensibilität und Sorgfalt des/der Unterrichtenden/Erziehenden. Immer muss damit gerechnet werden, dass bereits Schülerinnen und Schüler dabei sind, die mit Drogen Erfahrungen haben oder zumindest empfänglich sind für den Drogenkonsum.

Die komplexe Thematik lässt sich kaum in wenigen Unterrichtsstunden behandeln. Deshalb bietet es sich an, dazu eine Projektwoche zu veranstalten oder zumindest eine zeitlang fächerübergreifend zu arbeiten. Die Ergebnisse könnten fortlaufend in einer Projekt-Mappe und später in Form einer Ausstellung - als Plakate auf Stellwänden oder als Berichte und Fotomaterial auf der Homepage der Schule - präsentiert werden. Oder, an einem Auswertungstag stellen die verschiedenen Gruppen in Vorträgen ihre Ergebnisse mithilfe von Power Point-Präsentationen vor.

Unterrichtsprojekte zum Thema Drogen haben als Schwerpunkte einerseits die „Aufklärung über die Schädlichkeit der Rauschgifte". Information muss sein, denn Schülerinnen und Schüler sollten gegen Verharmlosungsstrategien entsprechendes Wissen zur Verfügung haben. Und sie sollten auch die juristischen Konsequenzen in Fällen von Drogenkonsum oder -verkauf kennen. So liest man immer wieder und hört von Jugendlichen, die vor Schulkonferenzen berichten, sie hätten nicht gewusst, dass Haschisch illegal sei, oder vor Gericht aussagen, ihnen hätte niemand gesagt, dass es verboten sei, Ecstasy zu verkaufen.

Andererseits ist ein solches Unterrichtsvorhaben vielfältig mit präventiven Maßnahmen zu verknüpfen. Altersangemessen gilt es stets die Persönlichkeit des Einzelnen zu stärken. Dabei sollte den Schülerinnen und Schülern beispielsweise bewusst gemacht werden, wie sie mit neuen Herausforderungen umgehen, die es zu bewältigen gilt: Finden sie diese Herausforderungen spannend oder lästig? Wie gehen sie mit Misserfolgen um? Zweifeln sie grundlegend an der eigenen Person oder sind es einfach neue Erfahrungen? Können sie Schwierigkeiten als Chancen sehen, etwas dazuzulernen, oder laufen sie lieber weg oder betäuben sich?

Relevant sind hier auch positive Vorbilder, wie andere Jugendliche, die nein zu Drogen sagen können und - dennoch - beliebt sind; Jugendliche, die sich gegen den Gruppendruck durchsetzen, sich abgrenzen und auch mal gegen den Strom schwimmen können. Heute haben Lehrkräfte es nicht selten mit Jugendlichen zu tun, die zwar Forderungen von Erwachsenen gegenüber - sei es Eltern oder Lehrern - ein Nein formulieren können, sich in der Gruppe der Gleichaltrigen aber entweder anpassen, kritiklos unterordnen oder aber den Ton angeben wollen und dabei auch destruktiv agieren.

Außerdem ist es sehr hilfreich - und für die Schülerinnen und Schüler motivierend - Experten zu den verschiedenen thematischen Schwerpunkten einzubeziehen, zum Beispiel Präventionsfachkräfte der Polizei, Mediziner, Juristen und Psychologen.

Vor Beginn des Projektes empfiehlt es sich, die Eltern zu einem Elternabend einzuladen, um sie beispielsweise über die inhaltlichen Schwerpunkte des Vorhabens, die Termine der Expertengespräche zu informieren und auch gegebenenfalls über Sorgen und Ängste ins Gespräch zu kommen. Die Erfahrung zeigt, dass Eltern zwar einerseits froh und entlastet sind, wenn in der Schule dieses Thema aufgegriffen wird, aber immer wieder gibt es auch Befürchtungen, dass zu viele Informationen ihre Kinder (gemeint sind durchaus Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klassen!) gerade erst animierten, legale oder illegale Drogen zu probieren. Anonyme Umfragen ergeben nicht selten, dass Eltern gar nicht wissen, dass ihre Kinder schon länger rauchen und auch Alkohol konsumieren. Die Möglichkeit von Kontakten mit Cannabisprodukten oder gar Ecstasy schließen Eltern oft nahezu aus. Hier klaffen mitunter die Einschätzungen der Eltern sowie auch der Lehrkräfte und die Realität der Kinder auseinander.

Während in den Richtlinien und Lehrplänen verschiedener Bundesländer häufig ein Projekt zur Drogenprävention in den Klassen 8-10 angeregt wird, kommt - nach Auskunft der Schülerinnen und Schüler selbst - eine Schule, die in der 8./9. Klasse eine „Erst-Aufklärung" plant, bereits „zu spät". Nimmt man die Jugendlichen ernst, so müsste inzwischen mindestens ein bis zwei Jahre früher damit begonnen werden. Hier sind die Kollegien gefordert, altersangemessene Konzepte zu entwickeln.

 

Anregung für ein fächerübergreifendes Projekt

Biologie

  • körperliche Auswirkungen/Schädigungen (kurz- und langfristig)
  • Expertengespräch, zum Beispiel mit einem Mediziner

Politik

  • strafrechtliche Aspekte (BtmG)
  • Fragen der Drogenpolitik
  • Expertengespräch, zum Beispiel mit einer Präventionsfachkraft

Religion/Ethik

  • Nein sagen lernen, sich Gruppendruck entziehen, abgrenzen können
  • Freundschaften aufbauen, gibt es richtige und falsche Freunde?
  • "meinen" Sinn im Leben finden, sich über die Verantwortung gegenüber seinem Leben bewusst werden
  • Expertengespräch, zum Beispiel mit einem Theologen/Psychologen

Deutsch

  • Lektüre von Jugendbüchern zum Thema Sucht und Drogen
  • Einladung/Besuch einer Lesung

 

Handreichung zu Suchtmittelkonsum und Suchtgefährdung in der Schule

Nach jahrelanger Abstimmung mit den relevanten Akteuren hat die Landesstelle für Suchtfragen im Land Sachsen-Anhalt jetzt eine Broschüre "Umgang mit Suchtmittelkonsum und Suchtgefährdung in der Schule" mit Hilfe des BKK Landesverbandes Ost vorgestellt.

Die Schule ist ein bedeutendes Handlungsfeld für Suchtprävention, da dort alle Schülerinnen und Schüler über mehrere Jahre erreichbar sind. Anliegen der Handreichung ist es, Anregungen für die Entwicklung eines Rahmens zu geben, welcher der einzelnen Lehrkraft, dem Kollegium und der Schulleitung in Zusammenarbeit mit Eltern- und Schülervertretung zu mehr Handlungssicherheit in der Übernahme von erzieherischer Verantwortung bei der Suchtprävention hilft. So werden z. B. konkrete Empfehlungen zur Entwicklung eines suchtpräventiven Konzeptes der Schule und praktische Hinweise zum Verhalten bei Verdacht auf Drogenkonsum gegeben. Auch Ansprechpartner und weiterführende Literatur zur Thematik werden in der Broschüre benannt. Schulen ab der Sekundarstufe I erhalten die Broschüre von den zuständigen schulfachlichen Referentinnen und Referenten.

 

Neue DVD des FWU: "Modedroge Cannabis"

Ein Drittel aller Jugendlichen hat bereits Erfahrungen mit Drogen gemacht. Dabei ist vor allem der Konsum von Cannabis stark angestiegen. Gerade das aber birgt eine große Gefahr, denn die Zusammensetzung der Droge hat sich in den letzten Jahren enorm verändert, was zu einem höheren Risiko der Schädigung führt.

Die DVD gibt einen aktuellen Einblick in den Forschungsstand und lässt junge Menschen schildern, wie der Drogenkonsum sie und ihr Leben verändert hat. Dabei wird deutlich, dass Cannabis häufig die Einstiegsdroge ist, die den Konsum von immer härteren Drogen nach sich zieht. Ohne erhobenen Zeigefinger, aber dafür mit schonungsloser Offenheit erzählt der Film von Rainer Fromm die Geschichte von den Schattenseiten einer unterschätzten Droge.

Neben dem Film ermöglichen zusätzliche Sequenzen eine Vertiefung einzelner Aspekte. Zudem verdeutlicht ein Animationsfilm die Wirkungsweise von Cannabis. Weiterhin bietet die DVD im ROM-Teil Informationen, Arbeitsblätter und didaktisches Material zur Unterrichtsgestaltung. Für Lehrkräfte mit der Unterrichtslizenz und dem Vorführrecht an ihrer Schule zu 95,00 Euro, zuzüglich 4,00 Euro Versand.
Bestellung per E-Mail: vertrieb@fwu.de

Die WissensSchule: Jede Menge Informationen für Lehrer und Schüler

Phantasie ist wichtiger als alles Wissen, denn Wissen ist begrenzt" - Albert Einstein

Die Aufgabe der WissensSchule ist es, einen gemeinsamen Raum für interessierte Schüler/innen, Lehrer/innen, Eltern, Hochschulen, Unternehmen und andere Organisationen zu schaffen. Sie führt Suchende und Wissen zusammen. Sie bietet ein Podium, das Diskussionen anregen sowie Ideen und Denkansätze geben will. Ziel ist es, Prozesse in Gang zu setzen und ein lebendiges Netzwerk entstehen zu lassen, in dem einer vom anderen lernen und somit Wissen teilen kann.

Die WissensSchule hält in erster Linie Angebote für interessierte Lehrer/innen und Schüler/innen bereit, die ihnen helfen sollen, Informationen zu sammeln, diese für sich selbst zu bewerten und gegebenenfalls zu nutzen. Da die Informationsbedürfnisse von Lehrern und Schülern sehr unterschiedlich sind, wurden die Angebotsrubriken entsprechend differenziert aufgebaut.

Lehrer/innen finden hier spezielle Angebote zu den Themen:

  • Sponsoring
  • Schulmanagement
  • Kostenmanagement
  • Unterrichtspartner
  • Schulen stellen sich vor


Schüler/innen finden hier spezielle Angebote zu den Themen:

  • Berufsausbildung
  • Studium & Weiterbildung
  • Wettbewerbe
  • Auslandsaufenthalte
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