 Legale DrogenWie gesagt, begegnen uns im ganz normalen Alltag immer wieder und fast überall vielerlei bewusstseinsverändernde Substanzen, die besonders leicht zum Missbrauch verleiten können - allein schon, weil sie offen angeboten werden und frei zugänglich sind. Obwohl diese Drogen nicht verboten - also legal - sind, sollten sie nicht ständig konsumiert werden, da ihr gewohnheitsmäßiger Konsum früher oder später abhängig machen kann. Je höher die Gefahr, abhängig zu werden, desto größer ist das so genannte Suchtpotenzial einer Droge. AlkoholWusstet ihr, dass die ersten alkoholischen Getränke in vorchristlicher Zeit, etwa zwischen 10.000 und 5.000 v. Chr., hergestellt wurden? Unsere Vorfahren, die Germanen brauten aus Honigwasser Met und aus Gerste eine frühe Form des Bieres. Alkoholische Getränke werden meistens aus Obst und Getreide hergestellt. Fruchtzucker oder Stärke werden dabei durch Hefe vergoren. Hochprozentiger Alkohol wird durch wiederholte Destillation aus Gärungsalkohol gewonnen. Alkohol gehört als Alltagsdroge, gemeinsam mit Tabak, zu den in unserer Kultur am weitesten verbreiteten Suchtmitteln. Was ihr sicher schon wusstet und selbst beobachtet habt, oder? Obwohl Alkohol als „gesellschaftsfähige" Droge an fast jeder Straßenecke zu haben ist, und damit den Missbrauch begünstigt, werden Alkoholabhängige in unserer Gesellschaft überwiegend wie Aussätzige behandelt. Ein Zuviel an Alkohol ist eben nicht mehr gesellschaftsfähig und wird nicht mehr toleriert, sondern verachtet. Total betrunkene Menschen (im Vollrausch), die torkelnd und lallend oder gar laut pöbelnd durch die Gegend laufen, werden von oben herab belächelt, weil sie die Kontrolle über sich verloren haben. Das haben viele von euch bestimmt auch schon beobachtet. Anfangs ist es noch schick, heldenhaft und cool, wenn man so richtig viel trinken kann. Stichwort „Komasaufen". Wer aber immer wieder durch Kontrollverlust im Vollrausch unangenehm auffällt, ist eben kein toller Held oder Hecht mehr, sondern wird von den meisten Menschen nur noch bemitleidet, verurteilt und als „armer Spinner" angesehen. Das gilt auch für alle anderen Drogen. In kleinen Mengen wirkt Alkohol zuerst angenehm, erheiternd bis enthemmend auf unser Nervenzentrum. Weil Alkohol - wie jede bewusstseinsverändernde Substanz - das "Belohnungszentrum" im Gehirn beeinflusst, gewöhnt sich der Körper in einer Art Lernprozess an die positiven Effekte, wie die auflockernde, aufheiternde, anregende und entspannende Wirkungsweise des Alkohols, und speichert sie in Verbindung mit diesem Suchtmittel als angenehme Erfahrung ab. Dadurch kann sich dann sehr schnell ein gewohnheitsmäßiger Konsum und schließlich eine Abhängigkeit entwickeln. Beim Konsum von größeren Mengen an Alkohol machen sich allseits bekannte Auswirkungen wie schwankender Gang (Torkeln), motorische Koordinierungsprobleme (zum Beispiel nach einem Glas zu greifen, ohne es umzukippen, das Glas gerade zu halten, ohne seinen Inhalt zu verschütten, über eine Türschwelle zu stolpern etc. Das wird so in etwa auch mit dem Alkohol-„Idioten"-Test von der Polizei getestet: Ob man auf einer geraden Linie gehen kann...), Störungen des Sprechzentrums (Lallen, schwere Zunge etc.) sowie mentale Ausfallerscheinungen wie der so genannte „Filmriss", bei dem sich der Betroffene unter Alkohol zeitweise an nichts mehr erinnern kann oder seine eigene Adresse nicht mehr weiß, was häufig dazu führt, dass der Betrunkene nicht mehr nach Hause findet, bemerkbar. Schon leichter Alkoholeinfluss setzt die Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung- und beurteilung stark herab, was dazu führt, dass die eigene Leistungsfähigkeit häufig überschätzt wird. Auch die Konzentrationsfähigkeit lässt nach - beides zusammen, besonders in Kombination mit den oben genannten Beeinträchtigungen - erhöht das Unfallrisiko erheblich. Deshalb solltet ihr in diesen Situationen auf gar keinen Fall Alkohol trinken: - Beim Lernen, in der Schule, während der Arbeit
- im Straßenverkehr
- beim Sport
- bei Medikamenteneinnahme
- bei Übermüdung oder Stress, bei persönlichen Problemen
Größere Mengen können derart enthemmen oder zu einem Verlust der rationalen Kontrolle führen, dass es bei einigen Alkoholkonsumenten zur Entladung aggressiver Neigungen (Rumpöbeln) kommt. Hohe Überdosierungen können zur Lähmung des Atemzentrums und zu Herz-Kreislauf-Versagen - zu einer Alkoholvergiftung - führen. Schon 40 Gramm reiner Alkohol am Tag kann Männer krank machen. Bei Frauen reicht sogar die Hälfte. Das klingt viel. Ist es aber nicht, denn 40 Gramm reiner Alkohol sind schon in zwei Flaschen Bier oder zwei Gläsern Wein enthalten. Wer hätte das gedacht... Und besonders bei Kindern und Jugendlichen haben schon wenige Mengen Alkohol eine sehr schädliche Wirkung. Sie werden, im Vergleich zu Erwachsenen, auch viel schneller abhängig. Der kindliche Organismus ist extrem anfällig für Schädigungen durch Alkohol. Die Leber von jungen Heranwachsenden kann Alkohol nur bedingt abbauen. Bereits geringe Mengen, wie zum Beispiel in Alkopops - die etwa zwei Esslöffel hochprozentigen Schnaps pro Flasche enthalten - können schwere Vergiftungen verursachen. Schon bei 0,5 Promille Alkohol im Blut kann ein kleineres Kind bewusstlos werden. Als unmittelbare Nachwirkung eines Alkoholrausches hat sich im Volksmund der Begriff des so genannten "Katers" eingebürgert. Ein Kater macht sich meistens durch Kopfschmerzen, Übelkeit und allerlei Muskelschmerzen bemerkbar. Diese werden durch Milchsäure ausgelöst, die beim Abbau von Alkohol im Körper entsteht. Bei jedem Vollrausch werden, wie Experten schätzen, Hunderttausende von Gehirnzellen zerstört. Ein anhaltender Missbrauch kann sogar zu einer Gehirnschrumpfung führen. Durch ständigen Alkoholmissbrauch oder unbehandelte Abhängigkeit kann es zu Langzeitfolgen wie Nervenleiden, Speiseröhrenkrebs, Bauchspeicheldrüsen- oder Magenschleimhautentzündung oder Herzverfettung kommen. Besonders gefährlich ist die möglicherweise entstehende Fettleber, deren Zellen nach und nach absterben, sich nicht mehr regenerieren und daher eine Leberzirrhose verursachen. Beim Alkohol kann sich neben der psychischen auch die physische Abhängigkeit entwickeln, so dass der Alkohol als Bestandteil der Nahrung (oftmals stellt der Alkohol einen Großteil davon) in den Stoffwechsel eingebaut wird. Es gibt verschiedene Arten der Alkoholabhängigkeit, die man in fünf Typen einteilen kann: - Der Problemtrinker braucht Alkohol, um Ärger, Ängste und Spannungen abbauen zu können.
- Der Gelegenheitstrinker trinkt nur zu bestimmten Anlässen, wie Familienfeiern und Partys. Vor allem in der Kneipe und vor dem Fernseher greift er zur Entspannung gerne auf Alkohol zurück, was der nächste Schritt zum Gewohnheitstrinker wäre.
- Der klassische Trinker kann beim Trinken nicht mehr aufhören, er leidet an Kontrollverlust, was meistens in einem Vollrausch endet.
- Der Spiegeltrinker braucht immer einen bestimmten Alkoholspiegel, damit der Körper nicht mit Entzugserscheinungen reagiert.
- Der Quartalstrinker braucht normalerweise keinen Alkohol. Wenn er jedoch einmal angefangen hat, trinkt er vollkommen unkontrolliert weiter - schlimmstenfalls bis zur Bewusstlosigkeit.
In Deutschland lebt im Schnitt in etwa in jeder zehnten Familie ein Alkoholiker, das macht insgesamt etwa 2,5 Millionen behandlungsbedürftige alkoholkranke Menschen. Unter dieser Abhängigkeit müssen etwa fünf bis acht Millionen Ehepartner, Kinder und Verwandte der Betroffenen leiden. Lest dazu mehr unter Co-Abhängigkeit Einen riskanten Alkoholkonsum pflegen in Deutschland über sechs Millionen Menschen - davon fast 500.000 Kinder und Jugendliche. Sie weisen ein missbräuchliches oder/und abhängiges Konsumverhalten auf. So sind schätzungsweise 160.000 Kinder und Jugendliche bis zirka 25 Jahre alkoholabhängig oder stark alkoholgefährdet. Und etwa fünf Prozent der 12-jährigen trinken regelmäßig Alkohol. Gerade die ständige Verfügbarkeit des Alkohols verleitet besonders Jugendliche leicht zum Missbrauch. So wird in manchen Jugendgruppen der größte Rausch als Stärke angesehen: Wer am meisten Alkohol trinken kann, ist am tollsten. Durch „Kampftrinken" oder „Komasaufen" steigert man das Ansehen vor den anderen. AlkopopsAlkopops sind Mixgetränke aus Limonade und hochprozentigem Alkohol, die in kleinen 0,3-Liter-Fläschen mit einem poppigem, bunten, frechen Design angeboten werden - genau auf die Ziel- und Konsumentengruppe ‚Jugendliche' - passgenau auf euch, eure Vorlieben, Trends, Sprache und Motive - zugeschnitten. Das ist die Aufgabe von Werbepsychologen, die solche Ansprache-, Sozial- und Aktivierungstechniken gezielt einsetzen. Weil sie das jahrelang studiert oder praktiziert haben, ist es unsereinem kaum möglich, sich dieser oft unbewussten Beeinflussung zu widersetzen - geschweige denn, sie zu durchschauen. Gemein was!? Meistens liegt ihr Alkoholgehalt bei etwa fünf bis sechs Prozent, kann aber je nach Marke variieren. Außerdem gibt es sie noch als Mixgetränke mit Bier, Wein oder Sekt. Seit Mitte der 90er Jahre setzt die Alkoholindustrie verstärkt auf diese Produktgruppe, um sich den kaufkräftigen Marktanteil der Konsumentengruppe ‚Jugendliche' zu erschließen und bewirbt sie mit entsprechenden Marketingkonzepten: Neue Produkte werden in jugendlichen Subkulturen positioniert, mit passenden Werten wie „fun", „fresh" oder „cool" emotional aufgeladen plus gezielter Motivansprache. Ständig kommen neue Mischungen auf den Markt. So sei der Absatz - und natürlich auch der Umsatz - von Lebensmitteln durch den Verkauf von Mixgetränken allein in einem Jahr - von Januar 2001 bis Januar 2002 - um 341,3 % gestiegen, schreibt die DHS. Weil sie so süß und fruchtig wie Limonade schmecken, Zucker und Aromastoffe den bitteren, scharfen Alkoholgeschmack überdecken, verleiten sie dazu, als Durstlöscher getrunken zu werden. Dadurch kann in kürzester Zeit eine große Menge Alkohol konsumiert werden, ohne dass man sich dessen bewusst ist. Im Schnitt enthalten sie so viel Alkohol wie ein doppelter Schnaps. Durch diese bunten süßen Mixgetränke werden Jugendliche, denen Alkohol normalerweise viel zu bitter ist und gar nicht schmeckt, zum Trinken verführt. Und das in immer jüngeren Jahren. Alkopops gehören laut BZgA bei Jugendlichen zu den beliebtesten alkoholischen Getränken: beinahe 50 Prozent der 14- bis 17-Jährigen trinken sie regelmäßig. Dabei dürften sie gemäß dem Jugendschutzgesetz noch gar keine Alkoholika bekommen. Gerade bei euch Jugendlichen können große Mengen an Alkohol die Pubertät und das Knochenwachstum verzögern sowie die Knochenhärte reduzieren. Die Auswirkungen auf die Leber und die anderen Organe nehmen auf lange Sicht lebensbedrohliche Ausmaße an. Auch das Gehirn von Jugendlichen ist lernfähiger, flexibler - und damit leider auch offener für die Übernahme von negativen Verhaltensweisen und schlechten Vorbildern - als das eines Erwachsenen, so dass eine Abhängigkeit oder die Entwicklung einer Sucht wesentlich eher und schneller entstehen kann. Deshalb müssen Jugendliche lernen, sich abzugrenzen und ihren Alkoholkonsum unter Kontrolle zu halten, denn Alkohol ist so gut wie überall gegenwärtig. Neben diesen gesundheitlichen Gefahren führt der Konsum von Alkohol außerdem zu sozialen Problemen, meistens auch zu schlechteren Leistungen in Schule oder Arbeit, verstärkter Aggressivität, finanziellen Schwierigkeiten, Gefahren im Straßenverkehr, ungeschütztem oder ungewolltem Sexualverkehr. Insgesamt erhöht Alkohol die Bereitschaft für Gewalttaten und kriminelle Handlungen. NikotinTabak gehört - neben Alkohol - zu den am häufigsten konsumierten Drogen in unserer Gesellschaft. In Deutschland rauchen etwa 40 Prozent der Männer und etwa 30 Prozent der Frauen. Diese Zahlen gelten für die Altersgruppe der 18 bis 59-Jährigen. Dabei lassen sich anteilsmäßig die meisten Raucher in der Gruppe der Jugendlichen von 18 bis 20 Jahren ausmachen. Tabak existiert in rund 60 Arten, von denen nur drei davon zu dem uns bekannten Tabak verarbeitet werden. Diese enthalten nach industrieller Verarbeitung bis zu 6.000 gesundheitsschädliche Substanzen. Rauchen gehört für viele Menschen zum Alltag. Sie genießen die Zigarette nach dem Essen oder zum Entspannen und finden Rauchpausen beruhigend, weil Tabak oder Nikotin stimulierend oder entspannend wirkt. Niemand käme aber auf die Idee, seine Nase an den qualmenden Auspuff eines Autos zu halten. Dabei wäre die Wirkung auf den Körper ähnlich verheerend wie die Auswirkungen des Rauchens. Mit jedem Zug an einer Zigarette gelangen nämlich über 2.000 verschiedene Giftstoffe in die Lunge und von dort über das Blut in den ganzen Körper. Tabak macht psychisch abhängig. Nikotin ist dabei als wichtigster Bestandteil der Tabakpflanze besonders gefährlich. Schon 0,05 g genügen, um einen Menschen zu vergiften. Wer täglich eine Packung Zigaretten raucht, saugt pro Jahr eine Tasse Teer in seine Lunge. Der Teer lagert sich als dicke Schicht in den Atemwegen ab und verhindert so deren Selbstreinigung. Stichwort: Raucherlunge- oder husten plus Kurzatmigkeit bei körperlicher Anstrengung. Es dauert etwa sieben Jahre bis der Körper die Teerschicht in den Atemorganen vollständig abgebaut hat. Außerdem verstärken weitere Schadstoffe, wie einige der natürlichen Inhaltsstoffe des Tabaks sowie künstliche, chemische Veredelungszusätze wie Weichmacher, Aromen und Feuchtigkeitsbinder die ohnehin schon negativen Auswirkungen des Tabaks noch zusätzlich. Diese Substanzen sind äußerst krebserregend und auch in leichten Zigaretten in voller Stärke vorhanden. In der Lunge und in der Mundhöhle, dem Kehlkopf, der Luftröhre, der Speiseröhre, den Nieren, der Blase und dem Magen kann Krebs entstehen. Zudem verengen sich die Blutbahnen, was mit der Zeit unweigerlich zu Durchblutungsstörungen führt - besonders im Gehirn und im Herzen. Deshalb haben Raucher ein stark erhöhtes Risiko, einmal einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden. Auch das so genannte „Raucherbein" kann sich aus diesen Durchblutungsstörungen etc. entwickeln. Rauchen gilt weltweit als Krankheits- und Todesursache Nummer eins. Allein in Deutschland sterben jährlich 160.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Aber nicht nur Raucher selbst sind durch Zigarettenrauch gefährdet: Auch nicht rauchende Menschen - als so genannte Passivraucher - atmen mit dem von einer Zigarette aufsteigenden Qualm Schadstoffe ein. Frage an euch: Was schätzt ihr, wie viel Rauch atmet man wohl ungefähr ein, wenn man als Nichtraucher zwei Stunden in einem sehr verqualmten Cafe/Kneipe mit schlechter Lüftung sitzt? Antwort: das ist so, als würde man selbst etwa vier Zigaretten rauchen!!! Und das in nur zwei Stunden! Deshalb hat man vor kurzem in Italien das Rauchen in Cafes, Bars oder Restaurants verboten. Man darf heute in Italien nur noch im Freien rauchen. In vielen europäischen Ländern ist das Rauchen in öffentlichen Gebäuden ebenfalls verboten und manche Länder wollen dieses Rauchverbot weiter ausdehnen. MedikamenteMedikamente wirken ebenfalls über das vegetative Nervensystem und gehören somit zu den Drogen. Sie haben die gleichen Missbrauchs- und Suchtrisiken wie andere - üblicherweise, im Volksmund als ‚Drogen' bezeichnete - Drogen. Die vielen, oft sehr schädlichen möglichen Nebenwirkungen - besonders in Kombination mit anderen Medikamenten oder Drogen - erhöhen das gesundheitliche Risiko noch zusätzlich. Schmerzmittel (Analgetika) lindern oder unterdrücken Schmerzen und fördern ein angenehmeres Körpergefühl. Bei Missbrauch kann es zu Bewusstseinstrübungen bis hin zu akuten Vergiftungserscheinungen kommen. Das Problem dabei ist, dass bei regelmäßiger Einnahme, die schmerzhemmende Wirkung nachlässt und eine immer größere Dosis des Medikaments eingenommen werden muss, um die gewünschte Wirkung - ein Leben ohne Schmerzen - zu erzielen (Dosissteigerung durch Toleranzbildung). So rutscht man schnell in eine körperliche und seelische Abhängigkeit, u.a. bei Codein (Hustensaft Paracodin). Ein erhöhtes Risiko süchtig zu werden, gibt es bei Mischpräparaten wie zum Beispiel bei Produkten mit Koffein. Schlafmittel (Hypnotika, Sedativa) als dämpfende Medikamente wirken von schwach beruhigend (Baldrian) bis hin zu stark dämpfend wie zum Beispiel Barbiturate. Sie wirken zunächst angstlösend, stark beruhigend und euphorisierend (versetzen in gute Stimmung) und führen zum Teil zu Trunkenheit in halbwachem Zustand. Bei Missbrauch drohen hier Koordinationsstörungen, eine verlängerte Reaktionszeit, oder, wie bei einer Überdosis von Barbituraten, sogar der Tod. Wechselwirkungen oder Verstärkungen durch Kombination mit anderen Mitteln, insbesondere Alkohol, sind sehr wahrscheinlich. Beruhigungsmittel (Tranquilizer) sind stark wirkende Medikamente, die oft zur scheinbaren "Lösung" von Alltagsstress genutzt werden. In höherer Dosierung werden sie (z. B. Rohypnol) als Schlafmittel eingesetzt. Auch hier gelten beschriebene Wechselwirkungen mit anderen Suchtmitteln. Bei Überdosierung sind häufig aggressive Entladungen zu beobachten. Auch das Einschätzungsvermögen der Wirklichkeit lässt stark nach. Alles zusammen, lässt das Unfallrisiko stark ansteigen. So soll man nach der Einnahme von starken Beruhigungsmitteln auch nicht Auto fahren oder Maschinen bedienen. Aufputschmittel sind Weckmittel (Analeptika) und Appetitzügler (Anorektika), die den Antrieb und zunächst auch die Leistungsfähigkeit steigern. Bei diesen Medikamenten kommt es oftmals zu einer überhöhten Selbstüberschätzung, gesteigertem sexuellen Verlangen und Hyperaktivität.Im Entzug sind oft paranoide Symptome zu beobachten, wie auch plötzlich einsetzende Schlafanfälle in einen tiefen, mitunter auch tagelangen Schlaf sowie andauernde depressive Nachwirkungen. Aggressive Entladungen sind auch hier möglich. |