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Familien stärken

KEINE MACHT DEN DROGEN unterstützt die Übertragung eines erfolgreichen US-amerikanischen Programms zur Familienprävention von Sucht- und Verhaltensstörungen bei Kindern auf Deutschland mit 75.000 EUR.

Am 23. September fand am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf eine Scheckübergabe durch Prof. Knut Föckler, Vorstand von KEINE MACHT DEN DROGEN (KMDD), an den ärztlichen Leiter des „Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters" (DZSKJ), Prof. Dr. Rainer Thomasius sowie den Projektleiter, Dr. Martin Stolle, statt.

KMDD unterstützt die Herstellung neuer, für die deutsche Version des US-Familienpräventionsprogramms notwendiger Lehrvideos mit einem Betrag in Höhe von 75.000 Euro. Gleichzeitig beginnt das DZSKJ mit den weiteren Schritten zur Übertragung des erfolgreichen US-amerikanischen Programms für Deutschland. Neben der finanziellen Unterstützung durch KMDD werden auch die jeweiligen Kompetenzen aus Forschung und Praxis gebündelt, um diesen nachhaltigen Lösungsansatz zur Suchtprävention für die ganze Familie umzusetzen.

Warum Familienprävention?

Bisherige Präventionskonzepte in Deutschland richten sich entweder allein an Eltern oder an Kinder und Jugendliche. Ein Ansatz, der die ganze Familie im Fokus hat, existiert für den deutschsprachigen Raum bis dato nicht. Dabei belegen Forschungsergebnisse aus den USA, dass in Bezug auf die Prävention von Sucht-
und Verhaltensstörungen im Kindes- und Jugendalter gerade familienbasierte Programme erfolgreich sind. Das DZSKJ will mit Unterstützung durch KMDD diese Lücke in der deutschen Präventionslandschaft durch die Übertragung des erfolgreichen Programms aus den USA schließen.

Bei diesem Programm kommen Familien über einen Zeitraum von elf Wochen zu jeweils dreistündigen Sitzungen zusammen. Mit den Jugendlichen werden personale und soziale Kompetenzen trainiert, u. a. Kommunikation und soziale Interaktion, Gefühls- und Stressbewältigung sowie Standfestigkeit bei Konsumangeboten von legalen oder illegalen Drogen. Zugleich werden mit den Eltern Erziehungsfertigkeiten geübt. In gemeinsamen Sitzungen erarbeiten die Familien zusammen Instrumente zur Konfliktlösung und unternehmen Aktivitäten zur Förderung des Familienzusammenhalts.

Nach erfolgter Übertragung und Anpassung an „deutsche Verhältnisse" wird das Programm, nun als das deutsche „Familien stärken!", in fünf verschiedenen Regionen Deutschlands über drei Jahre auf seine Wirksamkeit überprüft. Dafür wurden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 610.108,00 € bewilligt. Mit ersten Ergebnissen wird im Herbst 2010 zu rechnen sein.

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