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Adventure Camps für 11- bis 15-Jährige

Adventure Camps 2010 – Preisträger des Wettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen"

Die Adventure Camps von KEINE MACHT DEN DROGEN e.V. sind Preisträger des bundesweit ausgetragenen Innovationswettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen". Stephan Hemmerich, Mitglied der Geschäftsleitung der Deutschen Bank Ingolstadt, zeichnete am 29. Mai die Abenteuerfreizeiten für Jugendliche als „Ausgewählten Ort 2010" aus.

Anlässlich der Preisverleihung betonte Stephan Hemmerich: Um Drogen keine Macht zu geben, müssen Jugendliche vor allem stark sein. Die Adventure Camps helfen dabei: vom Suchtpräventionsworkshop bis zum Hochseil- und Klettergarten wird hier mit viel Engagement das Selbstbewusstsein der Jugendlichen gestärkt. So leisten die Camps einen wichtigen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit unserer Jugend."

Kriminalhauptkommissar Nicolo Witte, stellvertretender Vorsitzender von KEINE MACHT DEN DROGEN e.V., nahm im Namen des Vereins den Pokal im Rahmen des diesjährigen Adventure Camps in Neuburg a.d. Donau entgegen: „Wir sind sehr stolz, ein ‚Ausgewählter Ort' im Land der Ideen zu sein. Sucht-, Drogen- und Gewaltprävention ist dann am wirkungsvollsten, wenn Kinder und Jugendliche ernst genommen und aktiv gefordert werden. Ich freue mich immer wieder zu sehen, wie begeistert die Camp-Teilnehmer unser Angebot annehmen. Die Auszeichnung der Adventure Camps sehen wir als Bestätigung, unseren interaktiven Ansatz im Bereich der Suchprävention fortzuführen", so Nicolo Witte.

Die bereits zum fünften Mal von KEINE MACHT DEN DROGEN durchgeführten Adventure Camps konnten sich gegen rund 2.200 Mitbewerber durchsetzen und zählen damit zu den 365 Preisträgern, die mit ihren zukunftsfähigen Ideen Deutschland als das „Land der Ideen" repräsentieren. Etwa 1.500 Jugendliche haben seit 2006 an den Camps teilgenommen.

Einige Pressestimmen zur Preisverleihung: Augsburger Allgemeine, Donaukurier, Radio IN/Radio Galaxy und Welt.

Adventure Camps und Leadership Programm

Lust auf Mutproben und den ganz großen Kick. Oder ganz das Gegenteil: Gelangweilt herumhängen, mit sich und der Welt unzufrieden. Stimmungslagen wie diese motivieren so manchen Jugendlichen zum Griff nach Alkohol und illegalen Drogen. Was nur einmal aus einer Laune heraus probiert wird, kann schnell dazu führen, dass ein missbräuchliches Konsummuster über den ganzen weiteren Lebensweg aufrechterhalten wird.

Mit unseren Adventure Camps bieten wir Jugendlichen abseits von Schule und Alltagstrott ein altersgemäßes Alternativangebot: Grenzerfahrungen zum Beispiel beim Klettern und das Gewinnen neuer Freundschaften draußen in der Natur stärken Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Durch das Erproben und Erleben der eigenen Leistungsfähigkeit lassen sich die Jugendlichen begeistern. Auch das Erlernen von sozialen Fähigkeiten und die Bereitschaft anderen zu helfen werden gefördert. So erfahren Jugendliche, dass der Erfolg einer Aktivität von einer guten Zusammenarbeit und gegenseitigem Vertrauen abhängt.

Eingebunden in diese erlebnispädagogischen Elemente werden die Jugendlichen für die Themen Sucht, Drogen und Gewalt sensibilisiert. Durch interaktive Übungen, Kurzvorträge und Diskussionen wecken wir ihr Interesse. Gemeinsam mit Gleichaltrigen werden Sachverhalte kritisch hinterfragt und Problemlösungsstrategien entwickelt.

Sucht- und Gewaltprävention als Erlebnis

Unsere Adventure Camps basieren auf der Überzeugung, dass man Jugendliche nicht nur über die Gefahren des Drogenkonsums informieren, sondern auch in ihrer Persönlichkeit und Lebenskompetenz stärken muss, damit sie Alkohol und illegalen Drogen widerstehen können. Und gerade in der Lebensphase der Pubertät ist es wichtig den Jugendlichen unterstützend zur Seite zu stehen.

„In meinem Alter ist es schwierig, Alkohol und Zigaretten zu vermeiden. Ich bin auf jeden Fall aber gegen Drogen!" (Teilnehmer, 15 Jahre)

„Ich glaube, dass vieles von den Familienverhältnissen abhängt. Drogen sind für mich absolut tabu. Alkohol trinkt jeder Mal, aber mit dem Rauchen will ich gar nicht erst anfangen." (Teilnehmerin, 13 Jahre)

„Wenn einer Gruppe von Jugendlichen langweilig ist, trinken sie Alkohol und machen Unsinn." (Teilnehmerin, 12 Jahre)


Junge Menschen wollen und sollen nicht nur passiv Lernende sein. Zur Herausbildung einer eigenen positiven Identität brauchen sie Bestätigung, Engagement und sinnvolle Aufgaben. Erfolgreiche präventive Maßnahmen - wie unsere Adventure Camps - geben positive Antworten auf die drängenden Fragen: „Wer bin ich?", „Was kann ich?", „Wie kann ich zu meiner Meinung stehen und auch mal gegen den Strom schwimmen?". Im intensiven „Sich-selbst-Erleben" und Austausch mit Gleichaltrigen wird Sucht- und Gewaltprävention zu Erlebnis.

Peer-Education als Handlungsansatz

Mit Beginn der Pubertät ist es vor allem die Gruppe der Gleichaltrigen und wenig Älteren, die sogenannte Peergroup, die wesentlich zur Herausbildung jugendlicher Identität beiträgt und das Kennenlernen von Lebensstilen wie auch den Konsum von Rauschmitteln beeinflusst.

Diese besondere Rolle der Peergroup nutzen wir in unseren Adventure Camps. Aus allen 300 jugendlichen Teilnehmern wählen wir jährlich gezielt bis zu 25 besonders engagierte Jugendliche aus und laden diese zu unserem weiterführende Leadership Programm ein. Das Schulungsprogramm beinhaltet die drei Themenbereiche:

  • Wissen zu Sucht und Sucht-/Gewaltvorbeugung: Hintergründe und Argumentationen zum Themenbereich Sucht- und Gewaltvorbeugung werden vermittelt.
  • Kommunikation/Umgang mit Konflikten und Krisen: Die Jugendlichen lernen, Gruppendiskussionen zu führen und zu moderieren sowie mit Konflikten und Krisen umzugehen.
  • Persönliche Entwicklung: Die Jugendlichen lernen, sich selbst und andere besser zu verstehen und werden in ihren sozialen Fertigkeiten gestärkt.

Gezielt setzen wir diese Jugendlichen dann selbst als Peerleader bzw. Juniorbetreuer bei unseren Adventure Camps ein. Denn Jugendliche tauschen ihre Erfahrungen und Meinungen gerade zu „heiklen" Themen lieber mit anderen Gleichaltrigen aus. Und unser Handlungsansatz der Peer-Education zeigt Wirkung:

Fast 54 Prozent unserer Jugendlichen geben an, dass die Teilnahme an den Adventure Camps bei ihnen zu einer kritischeren Einstellung gegenüber Alkohol, Tabak und illegalen Drogen geführt hat!

 

Wichtige Infos zu den Adventure Camps 2010

Unser besonderer Dank ...

... gilt dem Verein Human Environment Life Protection (HELP e. V.), der den Großteil des Budgets für ein Adventure Camp in Neuburg a. d. Donau (Bayern) stellt, sowie der Franz-Beckenbauer-Stiftung für die finanzielle Unterstützung.

Außerdem danke wir der BIONADE GmbH, die für die Verpflegung der Jugendlichen Getränke zur Verfügung stellt, der adidas AG, die freundlicherweise die Adventure Camp T-Shirts produziert, und der Zott GmbH & Co. KG, die uns mit Milchprodukten versorgt.

Last but not least danken wir allen weiteren Spendern und Sponsoren ganz herzlich für die großartige Unterstützung, ohne die die Umsetzung des 80.000-Euro-Projekts auch in diesem Jahr unmöglich gewesen wäre.

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