 CannabisBitte informieren Sie sich auch im Infopool über das Thema. Haben Sie Anmerkungen und Vorschläge zu dieser Unterrichtseinheit? Dann schreiben Sie uns doch bitte an: info@kmdd.de
Einstieg ins ThemaLernziel: Die Schüler/innen untersuchen einen Anti-Drogen-Rap und arbeiten die Intention des Musikstückes heraus.
Der Lehrer/die Lehrerin spielt den Schülern/den Schülerinnen den Song "Bling macht das Weed (Präsentation 1)vor. Danach bekommen die Schüler/innen den Songtext (PDF) zum Mitlesen und dieser wird noch ein zweites Mal abgespielt. Die Schüler/innen formulieren ihre ersten Eindrücke, anschließend wird der Liedtext genauer untersucht und die Intention herausgearbeitet. Dabei sollten auch die im Text genannten negativen Folgen des Haschisch-Rauchens zur Sprache kommen.
Präsentation1 : Song "Bling macht das Weed"Cannabis versus AlkoholLernziel: Die Schüler/innen lernen zu verstehen, dass sich Alkohol und Cannabis nicht so einfach vergleichen lassen, aber beide Drogen gleichermaßen gefährlich und gesundheitsschädlich sind. Die Lehrkraft teilt die Klasse in zwei Gruppen auf. Eine Gruppe erhält den Auftrag, Argumente zu sammeln für das Statement: „Alkohol ist gefährlicher und schädlicher als Cannabis". Die andere Gruppe soll Argumente sammeln für das Statement: „Cannabis ist gefährlicher und schädlicher als Alkohol". Anschließend setzen sich die Gruppen in zwei Reihen gegenüber und jeweils drei bis vier Wortführer aus den beiden Gruppen tauschen die Argumente aus. Die vorgebrachten Argumente werden an der Tafel in zwei Spalten gesammelt. Im Anschluss daran werden die Argumente im Plenum besprochen. Der Lehrer/die Lehrerin korrigiert und ergänzt, so weit nötig. Das Fazit sollte sein, dass man nicht die eine Drogen gegen die andere ausspielen kann, weil beide gefährlich sind.
 Noch ein paar Fakten: - Die Konsummuster beider Drogen sind nicht vergleichbar. Alkohol wird auch als Genussmittel gebraucht, Cannabis dagegen nur als Rauschmittel.
- Alkohol ist wasserlöslich. Pro Stunde wird ca. 0,1 Promille abgebaut. Cannabis ist fettlöslich. Es wird in den fetthaltigen Organen (u. a. auch im Gehirn) eingelagert und kann noch nach 6 bis 8 Wochen im Urin nachgewiesen werden.
- Würde Cannabis in Deutschland freigegeben, gäbe es nicht weniger Alkoholiker, aber deutlich mehr Cannabis-Abhängige.
- Von Cannabis wird man in 1 bis 2 Jahren regelmäßigen Konsums abhängig, bei Alkohol dauert das 10 bis 20 Jahre.
- Es gibt in Deutschland ca. 2,7 Mio. Alkoholabhängige und ca. 200.000 Haschischsüchtige.
- Neben den bekannten gesundheitlichen Schäden durchs Rauchen beeinträchtigt Cannabis die Gedächtnisleistung, führt zu Antriebslosigkeit und kann sogar Psychosen auslösen.
- Cannabis kann mit gefährlichen Zusätzen wie Quarzsand, Vogelsand, Brix (Glukosemischung mit Hormonen) oder sogar gemahlenem Glas und Metallstaub (z. B. Blei) gestreckt sein. Dadurch wird das Gewicht erhöht und es können höhere Gewinne erzielt werden.
- Cannabis ist in aller Regel keine Einstiegsdroge. Der Einstieg läuft über Nikotin. Alkohol bildet für Jugendliche ebenfalls oft den Einstieg zum Konsum weiterer Drogen.
SelbstbewusstseinstrainingLernziel: Die Schüler/innen üben in einem kleinen Selbstbewusstseinstraining, sich gegenseitig zu widersprechen. Rollenspiel: Die Schüler/innen stellen sich in zwei Reihen gegenüber auf. Die Lehrkraft gibt den Schülern/den Schülerinnen aus der einen Reihe den Auftrag, dass sich jeder eine Behauptung oder Meinung überlegt, die man in einem kurzen Satz mitteilen kann, wie z. B. „Biologie ist spannend!" oder „Politiker sind Lügner!" Dann fängt der oder die Erste in der Reihe an und spricht die Behauptung laut aus. Der Schüler oder die Schülerin in der Reihe gegenüber widerspricht sofort: „Das stimmt nicht!", „Das ist falsch!" oder einfach „Nein!", worauf der oder die andere ihre Behauptung sofort mit „Doch!" oder „Ja!" verteidigt. Die beiden sollen sich dabei unbedingt auch anschreien. Nach 10 oder mehr Wortwechseln unterbricht der Lehrer/die Lehrerin und das nächste Paar ist dran. Wenn alle Schüler/innen an der Reihe waren, kann noch einmal mit vertauschten Rollen gespielt werden. Nachdem alle Schüler/innen wieder auf ihrem Platz sind, bespricht die Lerngruppe das Rollenspiel. Impuls: - War es schwer, zu seiner Behauptung zu stehen?
- Wie fühlt es sich an, jemandem zu widersprechen?
- Wie ist es, vor der Klasse laut zu schreien. Fühlt man sich dabei stark oder ist es peinlich?
Cannabis und das RechtLernziel: Die Schüler/innen lernen die rechtlichen Folgen von Cannabisbesitz und -konsum kennen.
1. Die geringe MengeZunächst fragt der Lehrer/die Lehrerin: „Wer meint, dass der Besitz von Haschisch für den Eigenbedarf erlaubt ist?" Selbstverständlich ist das verboten, aber erfahrungsgemäß kursieren unter Jugendlichen immer wieder Gerüchte, wonach es erlaubt sei. Der Lehrer/die Leherin erläutert anhand der Präsentationsseite 2 (PDF) die Unterschiede zwischen einer geringen und einer nicht geringen Menge Cannabis. Danach informiert die Lehrkraft über die tatsächlichen rechtlichen Folgen, falls man mit einer sogenannten geringen Menge für den Eigenbedarf erwischt wird, und zeigt dazu die Präsentationsseite 3 (PDF). Siehe hierzu auch das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) (PDF).
Ende der UnterrichtseinheitZum Ende der Unterrichtseinheit können die Schüler/innen einen Fragebogen (PDF) zum Thema "Cannabis" ausfüllen, den die Klasse dann anschließend anhand der Musterlösung (PDF) gemeinsam bespricht. Anschließend verteilt der Lehrer/die Lehrerin jugendgerechtes Informationsmaterial zum Thema. Dieses kann in geringen Mengen (max. 10 Exemplare pro Titel) kostenlos über unseren Online-Shop bestellt werden. Bei größeren Bestellmengen wenden Sie sich bitte an folgenden Institutionen: |