Keine Macht den Drogen - Aktiv gegen Sucht und Gewalt
Keine Macht den Drogen - Aktiv gegen Sucht und Gewalt

Medikamente und Doping

Die kleinen Helferlein beseitigen lästige Kopfschmerzen, lassen uns tief und fest schlafen und sollen uns je nach Situation beruhigen oder aufputschen.

Wie bei vielen anderen Suchtstoffen geht es auch beim Medikamentenmissbrauch darum, die persönliche Stimmung und das eigene Wohlbefinden zu verbessern. Gefühle sollen verändert werden: Unlust soll zu Lust, Schlafstörungen zu Tiefschlaf, Angst zu Freude, Antriebslosigkeit zu Tatendrang werden. Die Medikamentenabhängigkeit ist eine stille Sucht, die von der Öffentlichkeit kaum beachtet wird. Dabei gibt es in Deutschland mindestens 1,4 Mio. Abhängige.

Alle wichtigen Fakten zu Medikamenten:

Medikamente: Gesundmacher und Krankmacher zugleich

  • Einerseits können Medikamente Krankheiten heilen, lindern oder vorbeugen, andererseits haben sie oft schädliche Nebenwirkungen und können süchtig machen.
  • Besonders Schmerz-, Beruhigungs- und Schlafmittel haben ein hohes Suchtpotenzial. Manche können schon nach 14 Tagen abhängig machen.
  • Überdosierung und Missbrauch von Medikamenten kann erhebliche körperliche, seelische und soziale Schäden zur Folge haben. Darüber hinaus kann es zur psychischen Abhängigkeit kommen, bei einigen Medikamenten besteht sogar die Gefahr einer körperlichen Abhängigkeit.


Beim Medikamentenmissbrauch kommt es oft zur Kombination mehrerer Mittel.Nach dem Schlafmittel am Abend benötigt man ein Aufputschmittel am Morgen und umgekehrt. Folgender Sketch der Kabarettgruppe Präventuum-Mobile verdeutlicht dieses Problem:

Über den richtigen Umgang mit Medikamenten

  • In der Regel kommen Kinder relativ früh in ihrem Leben mit Medikamenten in Berührung, die ihnen entweder der Arzt verschrieben hat oder die sie von ihren Eltern zur Behandlung einer bestimmten Krankheit erhalten.
  • Da Kinder und Jugendliche Medikamente meist von Erwachsenen erhalten - sei es bei verordneten Medikamenten oder Selbstmedikation - sollten sich die Erwachsenen ihrer besonderen Verantwortung bewusst sein und die Dosierung an das Alter ihres Kindes anpassen.
  • Medikamente sollten ohne ärztlichen Rat nicht länger als ein paar Tage eingenommen werden.
  • Es sollten nicht bei jeder Kleinigkeit Medikamente eingenommen werden. Oft sind Omas Hausmittel völlig ausreichend.
  • Nicht experimentieren, sondern den Beipackzettel lesen und Nebenwirkungen bzw. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten beachten.

Schmerzmittel

Schmerzmittel (Analgetika) lindern Schmerzen und fördern ein angenehmes Körpergefühl. Die Folgen des Missbrauchs sind vielfältig. Es können Gefühlsschwankungen, Unruhe, Reizbarkeit, Magenschmerzen und Schlafstörungen bis hin zu Bewusstseinstrübungen und akuten Vergiftungserscheinungen auftreten. Viele Schmerzmittel wie z. B. Codein, das auch als Hustenstiller verabreicht wird, machen psychisch abhängig. Als besonders gefährlich gelten in diesem Zusammenhang Mischpräparate wie z. B. Thomapyrin, die unter anderem auch Koffein enthalten. Bei wiederkehrenden Schmerzen sollte auf eine Selbstmedikation verzichtet werden und ärztlicher Rat eingeholt werden.

Schlafmittel

Schlafmittel (Hypnotika, Sedativa) sind dämpfende Medikamente. Sie wirken angstlösend, stark beruhigend und euphorisierend und führen zum Teil zu Trunkenheit in halbwachem Zustand. Eine Überdosis eines Schlafmittels kann tödlich sein. Abhängige kombinieren das Schlafmittel am Abend oft mit Aufputschmittel am Morgen. Jeder dritte Bundesbürger klagt über Schlafstörungen. Dementsprechend häufig werden die Mittel eingenommen - ohne dass das eigentliche Problem angegangen wird.

Beruhigungsmittel

Beruhigungsmittel (Tranquilizer, Sedativa) werden oft zur Lösung von Alltagsstress genutzt. Der Übergang zu den Schlafmitteln ist fließend, da sie in höheren Dosen auch müde machen. Bei Überdosierung sind häufig Verkennungen der Realität und aggressive Entladungen zu beobachten. Es ist völlig normal, dass man vor einer Prüfungssituation, einem Vorstellungsgespräch, einem Zahnarztbesuch usw. aufgeregt ist und Angst empfindet. Das ist kein Grund, um nach Medikamenten zu greifen, denn eine Toleranzentwicklung erfordert bald eine Dosissteigerung. Ein Weg, der in den Missbrauch und die Sucht führen kann. Rund 80 Prozent der Medikamentabhängigen in Deutschland nehmen Benzodiazepinderivaten wie z. B. Faustan oder Valium - meist vom Arzt verschrieben.

Aufputschmittel

Aufputschmittel (Stimulanzien) sind Mittel, die die Müdigkeit beseitigen, das Schlafbedürfnis reduzieren und den Antrieb steigern. Auch Appetitzügler und Koffein zählen dazu und die illegalen Drogen Speed (Amphetamin) und Kokain. Bei diesen Mitteln kommt es oftmals zu einer Selbstüberschätzung, gesteigertem sexuellen Verlangen, Hyperaktivität, erheblichen Stimmungsschwankungen bis hin zu Verfolgungswahn und Halluzinationen. Sobald die Wirkung nachlässt, fühlt man sich ausgepowert und erschöpft. Im Entzug sind oft paranoide Symptome zu beobachten, wie auch plötzlich einsetzende Schlafanfälle sowie andauernde depressive Nachwirkungen.

Doping

Doping ist nicht nur im Profi-, sondern auch im Breitensport ein Massenphänomen. Fakten zu Anabolika:

Das wäre doch cool! In kurzer Zeit ganz viele dicke Muskeln, damit man richtig stark und männlich ist. Aber beim Aufbau von Muskeln erreicht der Körper schnell seine Grenzen - und das, was man von bestimmten Bildern kennt, ist nicht ohne entsprechende Zusatzmittel entstanden, sprich mit Anabolika (vor allem den sogenannten Steroiden), die vorwiegend den Proteinaufbau fördern.
Um wirklich stark zu werden und Fett abzubauen, muss man relativ viel und vor allen Dingen regelmäßig trainieren. Das bedeutet, mindestens 3- bis 5-mal pro Woche. Das kann ein Zeitproblem geben und sehr aufwendig sein. Daher möchte mancher den Trainingsaufwand etwas verkürzen und erleichtern. Dies geschieht z. B. mit künstlichen Hormonen (Steroiden), die als Testosteronersatz dienen. Testosteron ist ein männliches Sexualhormon, das unter anderem das Muskelwachstum regelt.

Dopingmittel sind illegal

Viele Steroide sind verschreibungspflichtig. Beschaffung, Besitz und Weitergabe sind verboten. Sie können also nur unter dem Ladentisch oder auf dem Schwarzmarkt besorgt werden. Bei Herstellung, Schmuggel und Verkauf ist das organisierte Verbrechen involviert. Immer öfter landen beim Endkunden gefälschte Produkte. Im besten Fall bleibt die erwünschte Wirkung aus. Es können aber auch lebensgefährliche Substanzen enthalten sein.

Nebenwirkungen: Achtung Beipackzettel!

  • Frauen werden männlicher: tiefere Stimme, mehr Körperbehaarung, Rückbildung der Brüste.
  • Männern droht die umgekehrte Entwicklung, z. B. die Bildung weiblicher Brüste oder Haarausfall.
  • Unfruchtbarkeit
  • Akne
  • Schlaganfall
  • Herzinfarkt
  • Schäden an verschiedenen Organen wie Leber und Nieren
  • Depression
  • Aggressivität

Vielen Muskelmännern geht die Luft aus, wenn sie drei Stufen hinauf laufen müssen, weil sie recht kurzatmig sind. Die Muskelmassen müssen mit ausreichend Sauerstoff versorgt werden, den die Lunge bei normaler Atmung nicht liefern kann. Außerdem müssen Bodybuilder sehr häufig und viel schwitzen. Es ist ihnen permanent zu warm. Das liegt an dem beschleunigten Stoffwechsel und der guten Verbrennung. Das bedeutet allerdings auch, dass sie sehr viel Hunger haben.

Ecstasy/Amphetamine

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