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Soziales Umfeld und Erziehung: Lebenskompetenzen fördern

Viele Erziehungsberechtigte und Pädagogen wünschen sich einen Leitfaden zum Thema „Suchtprävention". Am besten gleich einen Punktekatalog, den sie Kindern und Jugendlichen einfach an die Hand geben, damit diese „suchtfrei" ihr Leben bewältigen. Doch so einfach ist es in der Praxis leider nicht.

Gleichwohl lassen sich Faktoren, welche die Suchtgefahr erhöhen, im Sinne der Suchtprävention reduzieren oder gar ausschalten - je nachdem wie sich die Situation (soziale Herkunft, Charakter etc.) eines jungen Menschen darstellt.

Damit Kinder und Jugendliche gegen jeglichen Gebrauch von Suchtmitteln stark werden, müssen ihre „Lebenskompetenzen" gefördert werden. Gemeint sind hiermit Fähigkeiten, die es ermöglichen, die Anforderungen des Lebens erfolgreich zu bewältigen. Die Lebenskompetenzen (life-skills) sind Fähigkeiten zur Lebensbewältigung, welche nichtsüchtige Menschen besitzen, jedoch den süchtigen Menschen fehlen.

Man kann diese Lebenskompetenzen als drei Fähigkeiten beschreiben:

1. Selbstwertgefühl und Selbstsicherheit

Wer ein gutes Selbstwertgefühl hat, kann Problemen wie Gruppendruck oder Verführungssituationen viel leichter widerstehen als jemand, dem es an Selbstwertgefühl mangelt.

2. Soziale Kompetenzen und kommunikative Fähigkeiten
Diese Fähigkeiten versetzen einen Menschen in die Lage zu verstehen, was um ihn herum geschieht. Er weiß, wie die Gruppe, in der er sich befindet, funktioniert. Er kann Konflikte schlichten, eigene Wünsche den Bedürfnissen der Gruppe unterordnen, aber auch seine Wünsche der Gruppe so überzeugend darlegen, dass sie berücksichtigt werden.

3. Die Fähigkeit zu einem sinnerfüllten und erlebnisintensiven Leben
Dies bezeichnet die Fähigkeit, in seinem Leben möglichst vielfältig und an vielen Stellen einen Flow empfinden zu können.

Wer diese Kompetenzen besitzt, kann sein Leben so meistern, dass bestimmte Probleme, wie das Entwickeln einer Sucht, in seinem Leben nicht entstehen. Damit Menschen es schaffen, ein zufriedenes und gelungenes Leben zu führen, muss man diese Lebenskompetenzen vermitteln und zwar vom ersten Lebenstag an. Idealerweise orientiert sich die Kindererziehung in den Familien an den oben genannten Grundsätzen. Die Vermittlung der Lebenskompetenzen ist auch das zentrale Anliegen der Gesundheitsförderung und der modernen Suchtprävention. Denn Sucht ist immer ein scheinbar funktionierender Versuch, die Probleme des Alltagslebens nicht zu lösen, sondern besser auszuhalten.

Damit Kinder und Jugendliche gegen den Gebrauch von Suchtmitteln stark werden, fördert man am besten ihre „Lebenskompetenzen". Das sind Fähigkeiten, die ihnen helfen, die Anforderungen des Lebens erfolgreich zu bewältigen.

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