Keine Macht den Drogen - Aktiv gegen Sucht und Gewalt
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Sonstige illegale Drogen

Kokain

Kokain gilt als die Droge der Prominenten und VIPs. Warum aber haben es Menschen, die scheinbar auf der Sonnenseite des Lebens stehen, nötig, Drogen zu konsumieren? Fakten zu Kokain:

Koks – die Schickeria-Droge

In der Vergangenheit haben es zahlreiche Prominente geschafft, mit ihrem Kokainkonsum Schlagzeilen in der Boulevardpresse zu machen. Damit offenbart sich auch der scheinbare Charakter des Kokains. Es gilt als Lifestyle-Droge und zieht somit auch weniger wichtige Personen an, die sich mit dem Konsum Zugang zu bestimmten Bereichen des gesellschaftlichen Lebens versprechen.

Gerade öffentliche Persönlichkeiten, die ständig unter Beobachtung stehen, stark bewundert oder kritisiert werden und auf Schritt und Tritt von Reportern und Paparazzi verfolgt werden, stehen unter einem gewaltigen Druck. Dabei fühlen sie sich selbst oft schwach und verletzlich und nicht in der Lage, den an sie gestellten Ansprüchen gerecht werden zu können. Deshalb ist gerade für Prominente Kokain so interessant. Es steigert ihr Selbstvertrauen und unterdrückt Ängste und Selbstzweifel.

Wirkung und Gefahren von Kokain

Der Konsum verursacht zunächst eine Erhöhung der Pulsfrequenz und eine beschleunigte Atmung. Man spürt ein Gefühl der Euphorie, das Selbstvertrauen steigt, Hemmungen und Ängste verfliegen. Es kommt zu einer Erweiterung der Pupillen, die gesundheitlich keine große Relevanz hat. Auch die Störungen im Denkablauf und das Kribbeln unter der Haut könnte man noch akzeptieren. Der ausgeprägte Rede- und Bewegungsdrang ist höchstens für das Umfeld unangenehm. Richtig kritisch wird es erst, wenn die Hyperaktivität und die Unruhe in Reizbarkeit, Aggressivität und erhöhte Gewaltbereitschaft umschlagen. Lässt die Wirkung nach, können Angstzustände, Wahnvorstellungen, tiefe Depressionen bis hin zu paranoiden Anfällen einsetzen, die schließlich in völliger körperlicher und seelischer Erschöpfung enden.

Die zunächst als angenehme Nebenerscheinung wahrgenommenen Effekte wie das gedämpfte Hunger-, Durst-, Kälte- und Müdigkeitsgefühl wirken sich bei anhaltendem Konsum äußerst negativ auf den Körper aus. Es kommt zum körperlichen Verfall in Form von Abmagerung und dadurch zu einer Schwächung des gesamten Immunsystems. Dies hat eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionskrankheiten zur Folge, da auch innere Organe angegriffen werden. Des Weiteren besteht die Gefahr, Lungen- und Gehirnschäden zu erleiden.

Heroin

Heroin ist wohl die Droge mit dem schlechtesten Image, weil hier die völlige Verelendung des Drogenabhängigen am deutlichsten wird. Fakten zu Heroin:

Heroin – die Endstation-Droge

Heroin ist die Droge, die allen Erwachsenen und Eltern im Kopf rumschwirrt, wenn es um das Thema Sucht geht. Viele denken dabei an das Buch "Wir Kinder vom Bahnhof-Zoo", das von der Drogenkarriere der Christiane F. erzählt oder an die Zeitungsbilder von heroinsüchtigen Junkies auf dem Bahnhofsklo mit einer Spritze im Arm. Tatsächlich ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind bzw. Jugendlicher damit in Berührung kommt, sehr gering. Auch die klassische Drogenkarriere ist eher die Ausnahme. Die ca. 1000 Herointoten jährlich fallen gegenüber den 110.000 Nikotin- und den 74.000 Alkoholtoten kaum ins Gewicht.

Die Droge Heroin wird gesellschaftlich und medial trotzdem so intensiv wahrgenommen, weil der körperliche Verfall und die totale Abgrenzung von der Außenwelt, die Vereinsamung und die völlige Verelendung bei den Abhängigen deutlicher als bei anderen Drogen zu erkennen ist.

Was ist Heroin?

Heroin wird aus dem Opium des Schlafmohns gewonnen und ist ein sehr wirksames und gleichzeitig euphorisierendes Schmerz- und Betäubungsmittel. Es wurde von der Firma Bayer als Medikament für Schmerzen und Husten vertrieben. Aufgrund seines hohen Suchtpotenzials wurde es in Deutschland und auch in vielen anderen Ländern verboten. Heroin kann geschnupft, geraucht oder gespritzt werden.

Der Mythos vom tollen Heroinrausch

Es wird sehr viel in die Wirkung von Heroin hineininterpretiert. Wenn man versucht zu begreifen, warum ein Mensch sein komplettes Leben ruiniert, seine Gesundheit gefährdet und Haftstrafen riskiert, könnte die Antwort lauten: Weil der Rausch so toll ist, dass alles andere dagegen verblasst. Das Gegenteil ist der Fall: Für zufriedene Menschen ist Heroin erstaunlich uninteressant: Heroin, als starkes Betäubungsmittel, reduziert die Gefühle und schafft eine weitgehende Gleichgültigkeit. Eine absolut unattraktive Gemütslage für glückliche Menschen. Aber für Menschen, die sich in starker Lebensangst und schlimmen Konflikten befinden, sind innerhalb von Minuten alle Probleme belanglos geworden. Dieses Gefühl über allen Problemen zu stehen, ist für solche Menschen berauschend.

Nebenwirkungen und Gefahren

Da es sich bei Heroin um ein sehr starkes Schmerzmittel handelt, werden alle Empfindungen, insbesondere negative wie Schmerzen, Ängste und Sorgen unterdrückt. Die euphorische Phase mit den angenehmen Begleiterscheinungen dauert - je nach Stoff - bis zu 4 Stunden. In der darauf folgenden Phase machen sich die immensen Nebenwirkungen der Droge Heroin bemerkbar. Der Heroinkonsument erleidet erhebliche Entzugssymptome wie Schwitzen, Frieren, starke Gliederschmerzen, Schlafstörungen, Depressionen bis hin zu schweren Kreislaufzusammenbrüchen.

Da der alleinige Lebensinhalt des Heroinsüchtigen die Beschaffung der Droge ist, vernachlässigt er die Nahrungsaufnahme, was sehr bald zu einem erheblichen Vitamin- und Mineralienmangel, einer Abmagerung und letztendlich zum Verfall des Körpers führt

Die Beschaffung des Heroins und die damit einhergehende Beschaffungskriminalität und Prostitution birgt ein ungeheures Stresspotenzial für den Süchtigen. Die extreme körperliche und seelische Abhängigkeit von Heroin führt zu einem erhöhten Risikoverhalten. Der Heroinsüchtige achtet nicht mehr auf die Sauberkeit des Spritzbesteckes oder sonstige hygienische Standards. Dadurch ist die Ansteckungsgefahr mit Hepatitis B oder AIDS signifikant erhöht. Außerdem können durch unsaubere Spritzbestecke Abszesse, Ekzeme und Geschwüre sowie Hautkrankheiten und Infektionen übertragen werden. Auch die Dosierung von Heroin ist äußerst problematisch. Eine unbeabsichtigte wie auch eine beabsichtigte Überdosis („goldener Schuss")führen sehr leicht zum Tod.

Heroinentzug

Neben der psychischen Abhängigkeit, die bei allen Drogen auftritt, muss bei Heroin zusätzlich die starke körperliche Abhängigkeit überwunden werden. Dieser Entzug kann mithilfe von Medikamenten begleitet werden (warmer Entzug) oder ohne Medikamente durchgeführt werden (kalter Entzug). Letzteres ist allerdings ausgesprochen schmerzhaft und eine enorme Belastung für den Körper. Die psychische Abhängigkeit bleibt wie beim Alkoholiker ein Leben lang bestehen. Es stellt sich nur die Frage, wie gut oder wie schlecht der Abhängige mit der Abstinenz umgehen kann. Die Rückfallquote ist enorm hoch.

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