Keine Macht den Drogen - Aktiv gegen Sucht und Gewalt
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Ecstasy/Amphetamine

Die Pillen mit den netten Bildchen bestehen aus synthetisch hergestellten Substanzen, deren Wirkung unberechenbar ist. Fakten zu Ecstasy und Amphetaminen:

Was sind Ecstasy und Amphetamine genau?

Ecstasy und Amphetamine sind synthetisch hergestellte Substanzen. Ecstasy bestand ursprünglich allein aus der chemischen Substanz MDMA (3,4-Methylendioxy-N-Methylamphetamin), mittlerweile aber werden alle möglichen chemischen Wirkstoffe, die aufputschende und bewusstseinsverändernde Effekte haben, als Ecstasy angeboten.

  • Wirkung: Ecstasy und Amphetamine erhöhen die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit, gleichzeitig werden Müdigkeit und Schlafbedürfnis, Appetit und Hungergefühl unterdrückt. Pulsfrequenz, Blutdruck und Körpertemperatur steigen an.
  • Form: Ecstasy kann man als Kapseln oder Tabletten schlucken. Amphetamine kann man als Tabletten schlucken oder als Pulver schnupfen und in die Mundschleimhäute einreiben.
  • Risiken: Aggressionen und Gewalttätigkeiten, Verfolgungswahn, Halluzinationen, Verlangsamung der Herztätigkeit, Herzjagen, erhöhter oder zu niedriger Blutdruck, Schwitzen oder Frösteln, Übelkeit, Erbrechen, Gewichtsverlust, Muskelschwäche, Krampfanfälle, Leberschäden.
  • Abhängigkeit: Ecstasy macht psychisch abhängig, hat aber ein vergleichsweise geringes Abhängigkeitspotenzial. Amphetamine können sehr schnell zu einer starken psychischen Abhängigkeit führen.
  • Rechtslage: Erwerb, Besitz, Handel und Herstellung von Ecstasy und Amphetaminen sind laut Betäubungsmittelgesetz in Deutschland verboten.

Was ist Ecstasy?

  • Ecstasy zählt zu den synthetischen Drogen und wird auch als „Designerdroge" bezeichnet. Es wird in illegalen Laboren auf chemischem Wege hergestellt, also aus Chemikalien „designed".
  • Ecstasy ist seit Ende der 70er Jahre auf dem Markt. Seit 1996 sind laut Betäubungsmittelgesetz MDMA, auch XTC, oder E und alle anderen Erscheinungsformen verboten.
  • Ecstasy wird meistens in Form von Pillen verkauft, die sich in Farbe, Form, Durchmesser, Dicke, Gewicht und vor allem durch ihre Inhaltsstoffe voneinander unterscheiden.
  • Viele der Pillen sind mit comicartigen Prägungen versehen.

Ecstasy ist unberechenbar

  • Das Gefährliche an Ecstasy ist, dass man nie genau weiß, ob eine gleich aussehende Pille denselben Wirkstoff und dieselbe Wirkstoffmenge enthält. Von einem Wochenende auf das nächste kann eine zuvor relativ gering dosierte Ecstasy-Pille plötzlich eine hohe Wirkstoffmenge enthalten. Außerdem werden von bestimmten Pillen Nachahmungen (Plagiate) hergestellt, deren Wirkung völlig unberechenbar ist.
  • Um möglichst viel an den Pillen zu verdienen - eine einzelne Ecstasy-Pille kostet in der Herstellung etwa fünf Cent, der Käufer bezahlt dafür aber ungefähr 20 Euro - strecken die Hersteller die Substanzen beispielsweise mit Waschmittel oder Backpulver. Nur eine Laboranalyse kann feststellen, was genau in die Tabletten gepresst wurde. Man kann den Pillen leider nicht ansehen, welche Substanzen enthalten sind und wie viele Streckmittel beigemischt wurden.
  • Ecstasy wird oft in unsauberen Labors hergestellt, deshalb kann es auch zu Vergiftungen kommen, die möglicherweise Horrortrips, Allergien oder in extremen Fällen auch den Tod verursachen.

Mindzone, eine Initiative junger Partygänger, will mit folgendem Spot auf die Gefahren von Ecstasy hinweisen:

Wie wirkt sich Ecstasy auf den Körper aus?

  • Ecstasy putscht auf und bewirkt Sinnes- und Bewusstseinsveränderungen. Das Herz-Kreislauf-System wird angeregt, man ist offener und verspürt ein intensives Wärmegefühl.
  • Der Anstieg des Hormons Serotonin ruft ein Wohl- oder Verliebtheitsgefühl hervor, es wirkt leistungssteigernd, man verliert seine Hemmungen und knüpft leichter Kontakte. Ecstasy wird oftmals in Kombination mit anderen Drogen wie Cannabis, Alkohol oder Kokain eingenommen. Das steigert die Wirkung vollends ins Unkalkulierbare.
  • Die anregende Wirkung tritt 20-80 Minuten nach der Einnahme ein, wobei zuerst Puls und Blutdruck steigen. Dann folgen oft weitere - eher unangenehme - Symptome wie Schwitzen, Kieferkrämpfe, Muskelzittern, Mundtrockenheit, Schwindel und Brechreiz.
  • Negative Reaktionen des Körpers können auch Angstzustände, Depressionen, Appetitverlust und Erschöpfung sein.
  • Ecstasy überlagert oder unterdrückt wichtige Alarmfunktionen des Körpers wie Schmerz, Hunger, Durst und Erschöpfung.
  • Durch das unterdrückte, fehlende Durstgefühl kommt es sehr häufig zu einem enormen Flüssigkeitsverlust, der sich durch einen exzessiven Bewegungsdrang, wie zum Beispiel beim Tanzen, noch verstärkt. Der körperliche Mineralhaushalt ist erheblich gestört, was im schlimmsten Fall zu schweren Kreislaufzusammenbrüchen mit Todesfolge führen kann.
  • Nach Abklingen des Rausches kommt es in der Regel zu Kopfschmerzen, depressiven Verstimmungen und Gedächtnisstörungen.

In folgendem TV-Beitrag berichtet ein Sanitäter über die Gefahren chemischer Drogen und von schockierenden Erlebnissen aus seinem Alltag:


Kann man von Ecstasy abhängig werden?

  • Nach regelmäßigem, lang andauerndem Konsum besteht die große Gefahr einer starken psychischen Abhängigkeit.
  • Auswirkungen dieser Abhängigkeit können Schlafstörungen, Verwirrtheit, Depressionen, Leber- und Nierenschäden, Konzentrationsprobleme, Psychosen und Hirnschäden sein.
  • Vor allem verdrängte Erlebnisse können wieder in das Bewusstsein zurückkehren und Depressionen oder latent vorhandene Psychosen auslösen.
  • Bei häufiger Einnahme von Ecstasy verringert sich die körpereigene Produktion des Glückshormons Serotonin. Mit der Zeit kann man ohne die Droge kaum noch Glücksgefühle empfinden und nimmt immer größere Mengen.

Amphetamine

  • Amphetamine sind chemisch mit den menschlichen Neurotransmittern (Botenstoffen) Dopamin und Adrenalin verwandt. Sie werden als helles Pulver geschnupft oder in Form von Kapseln geschluckt.
  • Das Wirkungsspektrum von Amphetaminen reicht von Erregung und Euphorie bis hin zu Halluzinationen, paranoiden Zuständen und Psychosen. Amphetamine intensivieren die Wahrnehmung, verursachen ein Gefühl des Kribbelns unter der Haut, steigern den Blutdruck sowie den Bewegungs- und Rededrang.
  • Wie bei anderen Drogen auch, verdrängen oder überdecken Amphetamine die Alarmzeichen des Körpers wie Hunger-, Durst- und Müdigkeitsgefühle.
  • Es entwickelt sich schnell eine ausgeprägte psychische Abhängigkeit.
  • Beim Entzug werden Depressionen, Niedergeschlagenheit und paranoide Zustände beobachtet.

Crystal Meth (Methamphetamin)

  • Im Vergleich zu gewöhnlichem Amphetamin wirkt Crystal wesentlich stärker und länger.
  • Meist ist die Substanz in kristalliner Form oder in Pulverform erhältlich, manchmal auch in Form von Kapseln.
  • Crystal kann gesnieft, geraucht, gespritzt und geschluckt werden. Es kann sehr leicht zur Überdosierung kommen, die einen Herzstillstand auslösen kann.
  • Crystal bewirkt eine erhöhte Ausschüttung der Botenstoffe Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin im Gehirn. Grundbedürfnisse wie Schlaf, Hunger, Durst und Schmerzempfindungen werden durch diese Stimulanz vermindert. Kurzfristig positiv erlebte Wirkungen sind Gefühle von Euphorie, aufgeputscht sein und vor allem eine vermeintliche Steigerung der Leistungsfähigkeit. Das Selbstwertgefühl steigt bis hin zum Größenwahn.
  • Nebenwirkungen: Herzrasen, Schweißausbrüche, Appetitlosigkeit, starker Gewichtsverlust, Hirnschädigungen, Hautentzündungen, Schädigungen der Zähne bis Zahnausfall, Magenerkrankungen, Kreislaufstörungen, Herzrhythmusstörungen, Nieren- und Leberschäden, Angstzustände und Panikattacken, Schlafstörungen, Depressionen
  • Der Konsum von Crystal führt sehr schnell zu einer schweren psychischen Abhängigkeit!
  • Nach dem Crystal-Konsum kommt es zu ausgeprägten Nachwirkungen (depressive Verstimmungen, Müdigkeit etc.), die mehrere Tage anhalten können. Die Nachwirkungen werden von den Konsumenten oftmals als Entzugserscheinungen empfunden und führen zu erneutem Konsum. So kann sich der gelegentliche Wochenend-Konsum schnell zu einem alltäglichen Konsum entwickeln.

 

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