Keine Macht den Drogen - Aktiv gegen Sucht und Gewalt
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Alkohol

Alkohol ist eine der ältesten Drogen der Welt. Alle wichtigen Fakten im Überblick:

Kleine Geschichte des Alkohols

  • Die ersten alkoholischen Getränke wurden in der Steinzeit, etwa zwischen 10.000 und 5.000 v. Chr., hergestellt.
  • Unsere Vorfahren, die Germanen, brauten aus Honigwasser das Getränk Met und aus Gerste eine frühe Form des Bieres.
  • Alkoholische Getränke werden meistens aus Obst und Getreide hergestellt. Fruchtzucker oder Stärke wird dabei durch Hefe vergoren.
  • Hochprozentiger Alkohol wird durch wiederholte Destillation aus Gärungsalkohol gewonnen.
  • Alkohol gehört als Alltagsdroge, gemeinsam mit Tabak, zu den in unserer Kultur am weitesten verbreiteten Suchtmitteln

Folgender Filmausschnitt über eine Party verdeutlicht, welche Folgen Alkoholmissbrauch haben kann.


Entstehung von Alkoholabhängigkeit

  • Alkohol beeinflusst, wie jede bewusstseinsverändernde Substanz, das „Belohnungszentrum" im Gehirn und der Körper gewöhnt sich in einer Art Lernprozess an die positiven Effekte. Die auflockernde, aufheiternde, anregende und entspannende Wirkungsweise des Alkohols wird als angenehme Erfahrung in Verbindung mit diesem Suchtmittel gespeichert.
  • Bei regelmäßigem Konsum gewöhnen sich deshalb Körper und Psyche an den Alkohol.
  • Wird Alkohol über viele Jahre missbräuchlich verwendet, z. B. um große Lebensängste zu verdrängen oder seine Sorgen hinunterzuspülen, kann man irgendwann nicht mehr ohne Alkohol auskommen und wird alkoholabhängig.
  • Bei Kindern und Jugendlichen haben auch geringe Mengen Alkohol eine sehr schädliche Wirkung. Im Vergleich zu Erwachsenen werden Kinder und Jugendliche auch viel schneller abhängig.

Wie Alkohol das Leben eines Jugendlichen verändern kann, zeigt folgender Film aus der ZDF-Sendung "drehscheibe":

Verschiedene Trinktypen

  • Der Gelegenheitstrinker trinkt nur zu bestimmten Anlässen, wie Familienfeiern, Partys oder einem feinen Abendessen. Falls er sich dabei nicht betrinkt, ist dieses Trinkverhalten in der Regel unproblematisch.
  • Der Gewohnheitstrinker greift nahezu täglich, z. B. zur Entspannung vor dem Fernseher zum Alkohol. Gewohnheitstrinker sollten sich unbedingt an die WHO (World Health Organization)-Empfehlung halten: Frauen maximal täglich 0,25 Liter Bier oder 0,1 Liter Wein und Männer höchstens das Doppelte. An zwei Tagen in der Woche sollte gar kein Alkohol getrunken werden.
  • Der Problemtrinker braucht Alkohol, um Ärger, Ängste und Spannungen abbauen zu können und ist nicht in der Lage seinen Alkoholkonsum einzuschränken.
  • Der klassische Trinker kann beim Trinken nicht mehr aufhören. Er leidet an Kontrollverlust und dies endet meistens in einem Vollrausch.
  • Der Spiegeltrinker braucht immer einen bestimmten Alkoholspiegel, um sich wohlzufühlen. Dabei ist er nie richtig nüchtern aber auch nicht völlig betrunken.
  • Der Quartalstrinker braucht wochen- oder sogar monatelang keinen Alkohol. Wenn er jedoch einmal angefangen hat, trinkt er mehrere Tage vollkommen unkontrolliert - schlimmstenfalls bis zur Bewusstlosigkeit.

 

Zahlen zur Alkoholabhängigkeit Jugendlicher in Deutschland

  • Einen riskanten Alkoholkonsum haben ca. 7,8 Millionen Menschen. Das heißt, sie trinken so viel, dass sie ihrer Gesundheit damit schaden. (Epidemiologischer Suchtsurvey 2015)
  • Etwa 1,7 Millionen Menschen gelten als alkoholabhängig und damit behandlungsbedürftig. (Alkoholatlas 2017)
  • Ab dem Alter von 16 Jahren beginnen deutlich mehr Jugendliche zu trinken: Von den 12- bis 15-Jährigen gaben nur etwa 20 % an, im letzten Monat Alkohol konsumiert zu haben; von den 16- bis 17-Jährigen hingegen über 60 %. (BZgA 2016)
  • Der regelmäßige Alkoholkonsum von Jugendlichen in Deutschland ist jedoch insgesamt eher rückläufig. Vor allem in der Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen griffen im Jahr 2016 deutlich weniger Jugendliche regelmäßig zu alkoholischen Getränken. Während 2004 noch etwa jeder Fünfte (21 Prozent) dieser Altersgruppe angab, mindestens einmal in der Woche Alkohol zu trinken, lag dieser Anteil im Jahr 2016 bei 10 Prozent. (Alkoholatlas 2017)
  • Episodisches Rauschtrinken (Binge-Drinking) bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist noch immer ein weit verbreitetes Phänomen. Nach aktuellen Zahlen haben 14,7 Prozent der 12- bis 17-Jährigen in den letzten 30 Tagen mindestens einmal Rauschtrinken praktiziert, bei den 18- bis 25-Jährigen sind es 36,2 Prozent. (Alkoholaltals 2017)

Nikotin

Feiern ohne Vollrausch

Informationen für Eltern und Ihre Kinder

Diesen Flyer und die dazugehörende Packungsbeilage zum Alkoholkonsum erhalten Sie hier als PDF oder kostenlos in unserem Shop.