Keine Macht den Drogen - Aktiv gegen Sucht und Gewalt

Präventionskonzepte für Familien

Familien stärken

Bisherige Präventionskonzepte in Deutschland richten sich entweder an Eltern oder an Kinder und Jugendliche. Ein Ansatz, der die ganze Familie im Fokus hat, existiert für den deutschsprachigen Raum bis dato nicht. Gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (DZSKJ) wollen wir diese Lücke in der deutschen Präventionslandschaft durch die Adaption des "Strengthening Families Programm" aus Iowa/USA schließen. Ein Präventionskonzept, das auch seit 2002 in Schweden und England erfolgreich umgesetzt wird. Bei dem kombinierten Eltern-Kind-Training kommen Familien über einen Zeitraum von elf Wochen zu jeweils dreistündigen Sitzungen zusammen:

  • Mit den Jugendlichen werden personale und soziale Kompetenzen trainiert, u. a. Kommunikation und soziale Interaktion, Gefühls- und Stressbewältigung sowie Standfestigkeit bei Konsumangeboten. Zugleich werden mit den Eltern Erziehungsfertigkeiten geübt.
  • In gemeinsamen Sitzungen erarbeiten die Familien zusammen Instrumente zur Konfliktlösung und unternehmen Aktivitäten zur Förderung des Familienzusammenhalts - familiäre Schutzfaktoren werden gestärkt, Risikofaktoren geschwächt.

Nach der Durchführung der Pilotstudie - die KEINE MACHT DEN DROGEN mit 75.000 Euro unterstützt - und der Einarbeitung der Ergebnisse in eine deutsche Manuelversion wird das Programm im Rahmen einer randomisiert-kontrollierten Multicenter-Studie in vier verschiedenen Zentren (Hamburg, Hannover, Schwerin und München) evaluiert.

KMDD Kurzdarstellung

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