Keine Macht den Drogen - Aktiv gegen Sucht und Gewalt
Keine Macht den Drogen - Aktiv gegen Sucht und Gewalt

Kurzbeschreibung/Zielsetzung

Bitte informieren Sie sich vorab auch im Infopool.

Haben Sie Anmerkungen und Vorschläge zu diesem Elternabend?
Dann schreiben Sie uns doch bitte an: info@kmdd.de

Es ist empfehlenswert, zum Elternabend einen Experten (z.B. von der Polizei) einzuladen.

Einladung zum Elternabend

Der Einladung zum Elternabend liegt der Fragebogen (PDF) bei, damit sich die Eltern schon etwas auf das Thema vorbereiten können.

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Einstieg ins Thema

Der Lehrer/die Lehrerin zeigt den Eltern auf der Präsentationsseite 1 (PDF) die Auflösung zum Kuchendiagramm, das diese von ihrem Fragebogen kennen, und spricht kurz über legale und illegale Drogen. Die Lehrkraft macht anhand des Diagramms deutlich, dass es bei der Suchtprävention vorwiegend um die legalen Drogen gehen muss und Eltern hier eine große Vorbildfunktion haben.

Ein paar Fakten:

  • Legale Drogen stellen in unserer Gesellschaft eindeutig das viel größere Problem dar.
  • Legal heißt nicht ungefährlich. Im Gegenteil: Aufgrund der leichten Verfügbarkeit gibt es viel mehr Abhängige.
  • Die eigentlichen Einstiegsdrogen sind Alkohol und Nikotin. Cannabis ist nur in Ausnahmefällen eine Einstiegsdroge, denn nur wenige steigen auf Kokain oder Heroin um.
  • Auch Medikamente sind Drogen. Schlaf-, Beruhigungs- und Schmerzmittel haben ein hohes Suchtpotenzial. Sie dürfen nur in Ausnahmefällen und nur vorübergehend eingenommen werden. Man stirbt bei richtiger Dosierung daran zwar nicht, aber mit unangenehmen Nebenwirkungen und Langzeitfolgen ist durchaus zu rechnen.

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Gründe für Drogenkonsum

1. Elterliches Vorbild

Der Lehrer/die Lehrerin erläutert die Vorbildfunktion der Eltern:
Eltern sollten das, was sie von ihrem Kind erwarten, auch selbst so gut es geht vorleben und das beginnt schon im Kleinkindalter. Kinder lernen am elterlichen Beispiel unter anderem auch den Umgang mit Süßigkeiten, Alkohol, Nikotin und Tabletten. Alkohol sollte nur gelegentlich und nicht als Problemlöser gebraucht werden. Wer nicht aufs Rauchen verzichten will oder kann, sollte wenigstens nicht in Anwesenheit seines Kindes zur Zigarette greifen. Schlaf- und Beruhigungsmittel dürfen eigentlich nur in Ausnahmefällen zum Einsatz kommen. Auch im Umgang mit Fernseher und Computer dient den Kindern das Verhalten der Eltern als Orientierung. Kinder dürfen aber auch ruhig mitbekommen, dass ihre Eltern nicht perfekt sind. Wichtig dabei ist, dass Eltern ihre eigenen Schwächen offen mit den Kindern ansprechen und man miteinander und voneinander lernt.

Als Information zum Umgang mit Alkohol kann Präsentationsseite 2 (PDF) gezeigt werden.

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2. Bewältigung der Pubertät

Jugendliche setzen bei der Bewältigung pubertärer Probleme auch auf Drogen. Der Drogenkonsum kann für viele Entwicklungsaufgaben eine Funktion einnehmen. Machen Sie dies den Eltern anhand der Präsentationsseite 3 (PDF) bewusst. Es ist immer wichtig die Hintergründe und Bedürfnisse zu betrachten, nur so kann man als Erwachsener die Jugendlichen verstehen und entsprechende Lösungsalternativen vorschlagen bzw. gemeinsam erarbeiten.

  • Sich Mut antrinken bei Unsicherheit, z. B. auf einer Party.
  • Zigaretten als Möglichkeit zur Kontaktaufnahme mit dem anderen Geschlecht.
  • Gruppenzwang, man will dazugehören.
  • Cool, erwachsen und rebellisch wirken.
  • Neugierde und Bedürfnis sich und anderen etwas zu beweisen.
  • Ausweichen vor Problemen wie, Stress mit den Eltern, schlechte Leistungen in der Schule, Liebeskummer, Zukunftsängste, Mobbing oder auch Veränderungen in der Familie, wie Scheidung, Umzug in eine andere Stadt usw.
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3. Werbung

Alkohol- und Tabakwerbung, die Jugendliche ansprechen soll, setzt auf Humor, coole Musik und Action. Die von der Werbung vermittelten Ideale wie Freundschaft, soziale Akzeptanz, Freiheit und Spaß besitzen in diesem Alter einen hohen Stellenwert. Die Alkohol- und Tabakindustrie versucht immer wieder, gesetzliche Vorgaben geschickt zu umgehen:
Für Alkopops wurde von Anfang an mit bunter und peppiger Aufmachung so geworben, dass sich hauptsächlich Jugendliche darauf angesprochen gefühlt haben. Sie enthalten jedoch Spirituosen und dürfen deshalb nur an Erwachsene verkauft werden. Seit 2004 gibt es eine Sondersteuer auf Alkopops. Der Absatz ist seitdem stark zurückgegangen, doch das Problem wurde nur verschoben. Es kamen vermehrt Biermixgetränke auf den Markt.
Die Tabakwerbung setzt gerne auf jugendlich wirkende Protagonisten. Diese sind zwar tatsächlich erwachsen, wirken aber bei Jugendlichen als positive Identifikationsfiguren.

Medienkonsum

Der Lehrer/die Lehrerin macht darauf aufmerksam, dass sich bei Jugendlichen Fälle von exzessivem Medienkonsum häufen. Die meisten Kinder und Jugendlichen verbringen viel zu viel Zeit mit Fernsehen, Computer, Handy und Internet. Übergewicht, Haltungsschäden und schlechte schulische Leistungen sind nur einige der Folgen. In Extremfällen werden Jugendliche regelrecht süchtig nach Computerspielen und dem Internet.

Viele Eltern wünschen sich klare Regeln. Die Lehrkraft zeigt den Eltern dazu die Präsentationsseite 4 (PDF) und erläutert:
Wenn man den normalen Tagesablauf eines Kindes zugrunde legt, kommt man zu dem Ergebnis, dass es zum Fernsehen oder Computerspielen auf keinen Fall mehr als 1 bis 2 Stunden Zeit hat. Alles andere muss zuerst erledigt sein, nichts wird verschoben. Das Kind geht zur Schule, die Mahlzeiten werden gemütlich eingenommen, die Hausaufgaben erledigt, vielleicht etwas im Haushalt mitgeholfen, Gespräche geführt, Sport getrieben, soziale Kontakte werden gepflegt, Arzttermine wahrgenommen. Es muss Zeit zum Lesen, Musik hören und Entspannen geben - und entspannen heißt nicht, vorm Computer zu sitzen. Natürlich muss das Kind auch ausreichend schlafen, es nimmt an Familienausflügen teil usw. Da kann also nicht viel mehr als eine Stunde für den Computer drin sein.

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Was können Eltern tun

Der Lehrer/die Lehrerin macht anhand der Präsentationsseite 5 (PDF) deutlich, welchen Einfluss Erziehung und elterliches Verhalten haben können. Im Anschluss daran kann an die Eltern noch der Text „Starke Kinder brauchen keine Drogen" (PDF) ausgeteilt werden. Als Hintergrundinformation ist außerdem folgender Text über die Förderung von Lebenskompetenzen (PDF) hilfreich.

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Cannabis und Recht

Der Lehrer/die Lehrerin informiert die Eltern anhand der Präsentationsseite 6 (PDF), der Präsentationsseite 7 (PDF) und der Präsentationsseite 8 (PDF) über die rechtlichen Probleme und Folgen in Zusammenhang mit Cannabiskonsum und -besitz.

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Jugendschutzgesetz

Der Lehrer/die Lehrerin bespricht mit den Eltern das Jugendschutzgesetz (PDF). Folgende Punkte sollten dabei angesprochen werden:

Eltern sollten immer auf die Einhaltung und Beachtung des Jugendschutzgesetzes bestehen.

Viele Eltern sind bei elektronischen Spielen verunsichert. Auch hier gibt es die Angaben zur Altersbeschränkung. Sind diese nicht vorhanden, sollte man davon ausgehen, dass das Spiel erst ab 18 geeignet ist.

Grundsätzlich ist es erlaubt, dass Eltern ihren 14- und 15-Jährigen Kindern in einer Gaststätte ein Bier bestellen. Eltern sollten sich aber fragen, ob das wirklich nötig ist und ob sie damit nicht falsche Akzente setzen.
Die Eltern bekommen als Erinnerung einen Ausdruck, auf dem das Jugendschutzgesetz zusammengefasst ist.

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Fragen beantworten

Zunächst werden mit Hilfe der Musterlösung (PDF) die Punkte vom Fragebogen beantwortet und erläutert, die bisher noch nicht zur Sprache kamen. Danach haben die Eltern die Möglichkeit, ihre persönlichen Fragen zu stellen.

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Ende des Elternabends

Die Lehrkraft präsentiert kurz den Elternbereich dieses Programms und informiert darüber, dass dieses bei KEINE MACHT DEN DROGEN bestellt werden kann: www.kmdd.de

Der Lehrer/die Lehrerin stellt außerdem vielfältiges Informationsmaterial zum Thema bereit. Dieses kann unter anderem bei folgenden Institutionen bezogen werden:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.bzga.de
Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen: www.dhs.de
Polizeiliche Kriminalprävention: www.polizei-beratung.de

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