Keine Macht den Drogen - Aktiv gegen Sucht und Gewalt
Keine Macht den Drogen - Aktiv gegen Sucht und Gewalt

DHS Jahrbuch Sucht 2018

Das DHS Jahrbuch Sucht 2018 der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. liefert die neuesten Zahlen, Fakten und Trends.

Alkohol

Im Jahr 2015 betrug der Alkoholkonsum 10,7 Liter Reinalkohol pro Bundesbürgerin oder -bürger im Lebensalter ab 15 Jahren. Der Gesamtverbrauch an alkoholischen Getränken sank im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 1,25 % auf 133,8 Liter pro Kopf der Bevölkerung. Wie die Ergebnisse repräsentativer Umfragen und Hochrechnungen des Statistischen Bundesamtes zeigen, sind insgesamt 3,38 Mio. Erwachsene in Deutschland von einer alkoholbezogenen Störung in den letzten zwölf Monaten betroffen (Missbrauch: 1,61 Mio.; Abhängigkeit: 1,77 Mio.) 74.000 Todesfälle werden jährlich durch Alkoholkonsum oder den kombinierten Konsum von Tabak und Alkohol verursacht.
Die Zahlen der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in 2016 aufgrund eines akuten Alkoholmissbrauchs in Krankenhäusern stationär behandelt wurden, bleibt weiterhin hoch: Mit 22.309 Patienten zwischen 10 und 20 Jahren ist die Zahl sogar um 1,8 % zum Vorjahreswert gestiegen.

Tabak und E-Zigaretten

In Deutschland wurden 75.838 Millionen Zigaretten konsumiert. Einer im Mai 2016 durchgeführten Befragung zufolge hat jede/r achte Deutsche ab 14 Jahren (11,8 %) schon einmal E-Zigaretten probiert. Im Jahr 2013 starben rund 121.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Hinzu kommen schätzungsweise 3.300 Todesfälle durch Passivrauchen.

Psychotrope Medikamente

Eine Arzneimittelabhängigkeit bei liegt bei etwa 1,2 bis 1,5 Millionen Menschen in Deutschland vor.

Illegale Drogen

Nach wie vor ist Cannabis in allen Altersgruppen die am weitesten verbreitete illegale Droge und wurde von 7,3 % der 12- bis 17-jährigen Jugendlichen und 6,1 % der 18- bis 64-jährigen Erwachsenen im Zeitraum der letzten 12 Monate konsumiert. Im Jahr 2016 wurden in Deutschland 1.333 drogenbedingte Todesfälle polizeilich registriert. Dies entspricht einem Anstieg von 8,7 % gegenüber dem Vorjahr.

Pathologisches Glücksspiel

Nach aktuellen Prävalenzzahlen ist bei 0,56 % der bundesdeutschen Bevölkerung (326.000 Personen) ein problematisches Spielverhalten und bei 0,31 % (180.000 Personen) ein pathologisches Spielverhalten erkennbar.

 

Quelle:
Pressemitteilung vom 28.3.2018
Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.
Westenwall 4, 59065 Hamm
Tel. +49 2381 9015-0
Fax +49 2381 9015-30
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