Keine Macht den Drogen - Aktiv gegen Sucht und Gewalt
Keine Macht den Drogen - Aktiv gegen Sucht und Gewalt

Zahl der computerabhängigen Jugendlichen steigt

Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren sind pro Woche im Durchschnitt etwa 22 Stunden mit Computerspielen oder der Internetnutzung beschäftigt. Zu den Herausforderungen und Risiken der virtuellen Welt für junge Menschen informiert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) anlässlich der Computerspielemesse gamescom, die vom 22. bis 26. August 2017 in Köln stattfindet.

Die aktuellen Zahlen der BZgA belegen, dass sich der Anteil computerspiel- und internetbezogener Störungen bei männlichen Jugendlichen von 3,0 Prozent im Jahr 2011 auf 5,3 Prozent im Jahr 2015 erhöht hat. Bei den weiblichen Jugendlichen hat sich der Anteil in diesem Zeitraum von 3,3 Prozent auf 6,2 Prozent fast verdoppelt. Insgesamt nutzen Jungen bevorzugt Computerspiele, Mädchen hingegen interessieren sich vor allem für die sozialen Medien.

Exzessives Nutzungsverhalten zeichnet sich dadurch aus, dass Betroffene Probleme haben, ihre Internetnutzung zu kontrollieren und unruhig oder gereizt reagieren, wenn sie nicht online sein können. Für Menschen, die bereits ein problematisches Online-Nutzungsverhalten entwickelt haben, bietet zum Beispiel die LWL-Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Ruhr-Universität Bochum seit dem vergangenen Jahr den Online-Ambulanz-Service für Internetsüchtige (OASIS) an.

Auf der gamescom 2017 sind die BZgA und "OASIS" gemeinsam an einem Stand in Halle 10.2 vor Ort.

Mehr zum Thema:

Die BZgA-Studie "Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2015 - Teilband Computerspiele und Internetnutzung" steht unter http://www.bzga.de/forschung/studien-untersuchungen/studien/suchtpraevention/ zum Download zur Verfügung.

 

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom 21.08.2017