Keine Macht den Drogen - Aktiv gegen Sucht und Gewalt

Der Stoff aus dem Chemielabor: Speed, Spice & Co.

Jahrestagung der Bundesdrogenbeauftragten am 11. Oktober 2011

Die Jahrestagung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung widmet sich in diesem Jahr unter anderem den so genannten „Legal Highs" oder „Research Chemicals". Unter der Überschrift „Der Stoff aus dem Chemielabor: Speed, Spice & Co." thematisiert die Jahrestagung aktuelle Herausforderungen, die sich vom Aufdecken neuer Trends, über die Kontrolle bis hin zur Prävention, Beratung und Behandlung erstrecken. Sie findet am 11. Oktober in Berlin statt.

Hintergrund: In vielen Ländern der Welt zeigt sich ein deutlicher Trend zu häufigerem Konsum von synthetischen Drogen. Gleichzeitig werden auf einem sich schnell weiterentwickelnden Markt ständig neue Substanzen angeboten, die bisher dem Betäubungsmittelgesetz noch nicht unterstellt sind. Diese synthetischen Drogenmischungen kursieren seit einigen Jahren unter so klangvollen Namen wie „Lava Red" oder „Ivory Wave" in der jugendlichen Drogenszene. Die Bezeichnung „Badesalz-Drogen" geht darauf zurück, dass die Verpackungen der Substanzen oft irreführend mit Aufschriften wie „Kräutermischung", „Duftpulver" oder „Badezusatz" versehen werden. Indem sie sie zusätzlich als „nicht zum Verzehr geeignet" deklarieren, versuchen die Hersteller damit in vielen Ländern die jeweiligen Drogengesetze zu umgehen. Doch das Präventionsprojekt mindzone des Landescaritasverbandes Bayern warnt: „Ein legaler Status sagt nichts über die Gefährlichkeit der Substanzen aus!"

mindzone hat vor kurzem eine neue Kurzbroschüre zu "Research Chemicals" herausgebracht. Der jugendgerecht aufgemachte Flyer informiert realistisch über die Risiken und soll für die Brisanz des Themas sensibilisieren. Er steht auf www.mindzone.info als PDF-Download bereit.

Quellen: www.dhs.de, www.mindzone.info, Spiegel Online